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Luftverkehrsrecht und Verwaltungsrecht | 05.05.2015

Drohnenrecht

Drohnen und Recht: Braucht man für den Flug mit einer Drohne eine Genehmigung, einen Führerschein oder Pilotenschein und eine Versicherung?

Der Einsatz von Drohnen kann eine Vielzahl von Gefahren mit sich bringen. So kann zum Beispiel der Absturz einer 7 Kilo schweren Drohne Personen verletzen. Darüber hinaus können Gefahren für den Flugzeugverkehr entstehen, wenn eine Drohne in die Luft steigt. Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob man nicht über eine Genehmigung, einen Führer- oder Pilotenschein und eine Versicherung verfügen muss, wenn man eine Drohne fliegen lassen will.

Braucht man für den Flug mit einer Drohne eine Genehmigung?

Grundsätzlich bedarf es für den Flug mit einer Drohne keiner Genehmigung. Dies gilt jedoch dann nicht, wenn:

  • die Drohne mehr als 5 Kilo wiegt
  • die Drohne zu gewerblichen Zwecken eingesetzt wird. Welche Behörde für die Erteilung der sogenannten Aufstiegsgenehmigung zuständig ist und welche Kosten damit verbunden sind, ist je nach Bundesland und teilweise auch innerhalb der Bundesländer unterschiedlich geregelt. Für eine Genehmigung wird in der Regel ein Nachweis über eine Haftpflichtversicherung und Erfahrungen bzw. Schulungen mit der Steuerung von Drohnen sowie die Angabe technischer Daten zum Gerät erforderlich sein. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen bietet zum Beispiel eine allgemeine Aufstiegserlaubnis an. Diese gilt für zwei Jahre für das gesamte Bundesland. Für Drohnen mit einem Gewicht von über 5 Kilo wird jedoch eine Einzelerlaubnis benötigt, bei der weitere Voraussetzungen gegeben sein müssen, wie etwa die Vorlage von Karten oder Luftbilder, in welche der geplante Flugsektor und das Start- und Landegelände eingezeichnet ist, oder der schriftlichen Zustimmung des Geländeeigentümers. Die Kosten für eine Aufstiegsgenehmigung bewegen sich in Nordrhein-Westfalen zwischen 80 und 250 Euro.
Braucht man für den Flug mit einer Drohne eine Versicherung?

Handelt es sich um einen genehmigungspflichtigen Drohnenflug, ist in der Regel der Nachweis über das Bestehen einer Haftpflichtversicherung erforderlich. Ist der Drohnenflug dagegen erlaubnisfrei, ist ein solcher Nachweis und somit eine Versicherung nicht erforderlich. Da die meisten Haftpflichtversicherungen Schäden im Zusammenhang mit dem Einsatz von Drohnen nicht übernehmen, ist es ratsam eine spezielle Versicherung abzuschließen.

Ist ein Führer- oder Pilotenschein notwendig?

Einen Führer- oder Pilotenschein wird für den Flug mit einer Drohne nicht benötigt. Nur wenn eine Aufstiegsgenehmigung erforderlich ist, muss man Erfahrungen bzw. Schulungen mit der Steuerung von Drohnen nachweisen. Somit kann grundsätzlich jeder eine Drohne steuern.

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Bearbeitungsstand: 05.05.2015

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Kommentare (1)

 
 
Michael Krämer schrieb am 06.05.2015

Der Artikel ist - wie leider schon öfter hier feststellbar - in einem Punkt grob falsch.

Die Behauptung, nur bei genehmigungspflichtigen Drohnenflug, sei eine Haftpflichtversicherung nötig, stimmt nicht.

Drohnen, sie auch sonstige Modellflugzeuge, fallen ab einer möglichen Pflughöhe von mindestens 30 m unter das Luftverkehrsgesetz. Das hat mit einer sog. Aufstiegserlaubnis nicht zu tun.

nach § 33 LuftVG haftet der Halter eines solchen Fluggerätes im Sinne einer Gefährdungshaftung (analog z.B. § 7 StVG) für Schäden, welche durch den Betrieb entstehen können (z.B. Absturz).

Dem entsprechend ist in § 43 LuftVG auch zwingend für all diese Fluggeräte eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben.

Die Einschränkung im Artikel auf genehmigungspflichtigen Drohnenflug ist grob falsch.

Immer wieder schrecklich, wenn fachliche Laien, egal auf welchem Gebiet, versuchen Fachartikel zu schreiben. Das endet meist in der Qualitätsstufe, wie sie üblicherweise auch bei blogeinträgen zu finden ist, nicht nur hier bei refrago.

Ich habe nur deshalb geschrieben, weil man diesen falschen Eintrag gar nicht verantworten kann.

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