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Sozialrecht und Sozialversicherungsrecht | 13.07.2017

Renten­erhöhung

Um wie viel steigt die Rente pro Jahr?

Die Rente wegen Alters wird als Altersrente bezeichnet und dient der Alters­versorgung von ehemaligen Beschäftigten. Ihre Höhe bestimmt sich vor allem nach der Anzahl und der Höhe der während des Ver­sicherungs­lebens eingezahlten Beiträge. Doch um wie viel steigt die Rente pro Jahr?

Die Rente steigt nicht zwingend jedes Jahr. Vielmehr ist es möglich, dass es zu einer sogenannten „Nullrunde“ kommt. Das bedeutet, dass die Rente gar nicht steigt. Die Höhe des Renten­anstiegs richtet sich maßgeblich nach dem Lohnniveau. Sinkt dieses daher, müsste es eigentlich zu einer Renten­kürzung kommt. Es gibt zudem drei weitere Faktoren, die sich auf den Renten­anstieg auswirken können.

  • Riester-Faktor
    Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Rente, um Kürzungen bei der gesetzlichen Rente auszugleichen. Um in den Genuss der staatlichen Förderung zu kommen, muss mindestens 4 % des Brutto­einkommens eingezahlt werden. Diese Mehr­belastung soll durch den Riester-Faktor ausgeglichen werden. Dies kann zu einer Minderung der Renten­anpassung führen.
  • Nachhaltigkeitsfaktor
    Steigt die Zahl der Renten­bezieher im Verhältnis zu den Beitrags­zahlern, etwa aufgrund des demo­grafischen Wandels oder der Konjunktur, besteht die Gefahr, dass die Beitrags­satz­obergrenzen nicht eingehalten werden können. Der Nach­haltigkeits­faktor soll dies verhindern. Gibt es mehr Renten­bezieher als Beitrags­zahler führt der Nach­haltigkeits­faktor dazu, dass der Renten­anstieg geringer ausfällt. Umgekehrt kommt es aber zu einer Renten­erhöhung, wenn es mehr Beitrags­zahler als Renten­bezieher gibt.

  • Rentengarantie

    Die Renten­garantie wird auch „Renten­schutz­klausel“ genannt. Sie soll verhindern, dass es im Falle einer negativen Lohn­entwicklung zu Renten­kürzungen kommt. Stattdessen gibt es eine „Nullrunde“.

Hier eine Übersicht über die Renten­anpassungen seit 1995:

JahrZeitpunkt der AnpassungWestdeutschalnd in %Ostdeutschland in %
199501.01.1995keine2,78
199501.07.19950,502,48
199601.01.1996keine4,38
199601.07.19960,951,21
199701.07.19971,655,55
199801.07.19980,440,89
199901.07.19990,600,60
200001.07.20000,600,60
200101.07.20011,912,11
200201.07.20022,162,89
200301.07.20031,041,19
200401.07.2004keinekeine
200501.07.2005keinekeine
200601.07.2006keinekeine
200701.07.20070,540,54
200801.07.20081,101,10
200901.07.20092,413,38
201001.07.2010keinekeine
201101.07.20110,990,99
201201.07.20122,182,26
201301.07.20130,253,29
201401.07.20141,672,53
201501.07.20152,102,50
201601.07.20164,255,95
201701.07.20171,903,59
Quelle: refrago/rb

Bearbeitungsstand: 13.07.2017

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