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Verbraucherrecht | 29.12.2015

Ökostrom

Was ist die Ökostrom-Umlage bzw. EEG-Umlage und wie hoch ist sie?

Um den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzutreiben, wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG) geschaffen. Das Gesetz selbst sieht seine Aufgaben darin im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die Kosten der Energieversorgung zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern (§ 1 Abs. 1 EEG). Zu den Erneuerbaren Energien zählt die Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie und Energie aus Biomasse. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien taucht immer wieder der Begriff der sogenannten Ökostrom-Umlage oder EEG-Umlage auf. Doch was ist damit genau gemeint? Und wie hoch ist diese Umlage?

SteckdosenQuelle: DAWR - Deutsches Anwaltsregister

Was ist die Ökostrom-Umlage bzw. EEG-Umlage?

Die Ökostrom-Umlage wälzt vereinfacht gesagt die Kosten für die Förderung und den Ausbau von Erneuerbaren Energien auf den Stromverbraucher ab. Dies hat den Hintergrund, dass die Stromnetzbetreiber nach dem EEG verpflichtet sind Ökostrom bevorzugt und zu einem festen Preis abzunehmen. Demgegenüber kann es möglich sein, dass der Marktpreis für den Ökostrom geringer ist als der garantierte Abnahmepreis. Die dadurch entstehende Differenz würde eigentlich ein Verlust für die Netzbetreiber darstellen, wenn es nicht die Ökostrom-Umlage gebe. Denn diese fängt die Differenz zwischen Marktpreis und Abnahmepreis zu Lasten der Stromverbraucher auf.

Doch nicht jeder Stromverbraucher zahlt vollumfänglich die EEG-Umlage. Ausgenommen sind Unternehmen, die einen hohen Stromverbrauch aufweisen und daher erheblich durch die Umlage belastet sein würden. Zu deren Schutz kann die Ökostrom-Umlage begrenzt werden. Zu den stromintensiven Unternehmen gehören etwa ThyssenKrupp und die Deutsche Bahn.

Wie hoch ist die Umlage?

Seit ihrer Einführung ist die Ökostrom-Umlage bisher stetig gestiegen. Erstmals ist sie 2015 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Musste im Jahr 2003 ein Stromverbraucher noch 0,41 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) zahlen, so beträgt die Umlage im Jahr 2015 6,17 ct/kWh. Aber schon 2016 wird die Umlage wieder ansteigen und 6,354 ct/kWh betragen.

Hier eine Übersicht zur Entwicklung der EEG-Umlage:

JahrEEG-Umlage ct/kWhÄnderung zum Vorjahr in Prozent
20030,41N/A
20040,5841,5
20050,6817,2
20060,8829,4
20071,0215,9
20081,129,8
20091,130,9
20102,04781,2
20113,5372,4
20123,5921,8
20135,27746,9
20146,2418,2
20156,17-1,1
20166,3543,0

Sonderkündigungsrecht

Erhöhen Stromanbieter die Preise infolge der steigenden Ökostrom-Umlage und Netzentgelte, haben Kunden in der Regel ein Sonderkündigungsrecht (ausführlich hier: Stromkunden haben bei Preiserhöhungen Sonderkündigungsrecht).

Bearbeitungsstand: 29.12.2015

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Kommentare (1)

 
 
Hans-Joachim Tilgner schrieb am 16.10.2013

Wir möchten dagegen angehen und gegen die EEG - Umlage

in ihrer Höhe bzw. ganz protestieren oder eine Eingabe machen.

Wie sollen wir vorgehen, damit dies auch Wirkung zeigt.

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