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Versicherungsrecht | 30.10.2017

Wohngebäudev­ersicherung

Was ist eine Wohngebäude­versicherung?

Um was handelt es sich bei einer Wohngebäudev­ersicherung?

Was ist eine Wohngebäudeversicherung?

Durch eine Wohngebäudev­ersicherung wird ein bestimmtes Gebäude vor von im Versicherungs­vertrag geregelten elementaren Gefahren geschützt. Es handelt sich somit um eine Sach­ver­sicherung. Wichtig ist, dass das versicherte Gebäude zu mindestens 50 % zu Wohnzwecken genutzt wird. Die Nutzung des Gebäudes zu gewerb­lichen Zwecken ist daher grund­sätzlich zulässig. Bei den elementaren Gefahren, die versichert sein können, handelt es sich um Feuer, Leitungs­wasser, Sturm und Hagel. Viele Versicherungen bieten zudem einen weiteren Schutz etwa vor Über­schwemmungen, Erdbeben, Erd­senkungen oder Erdrutsche an. Vom Versicherungs­schutz umfasst sind auch Folge­schäden. Dringt zum Beispiel Regenwasser aufgrund eines durch einen Sturm abgedeckten Dachs ins Gebäude und durchnässt Wände und Decken, so greift die Wohngebäudev­ersicherung.

Welche Gefahren versichert die Wohngebäudeversicherung?

Typischer­weise versichert die Wohngebäudev­ersicherung Schäden durch Feuer, Leitungs­wasser und Sturm ab. Der Versicherungs­vertrag kann alle drei Elementare umfassen oder nur einzelne.

Von der Feuer­versicherung sind beispielhaft folgende Schäden umfasst:

  • Schäden durch Brand, Blitz oder Blitzschlag

  • Schäden durch Detonation, Explosion oder Verpuffung (auch durch „Blind­gänger“ aus dem Ersten oder Zweiten Weltkrieg)
  • Implosions­schäden
  • Schäden durch Überschall­druck­wellen
  • Seng­schäden
  • Nutzfeuer­schäden, zum Beispiel durch einen Kaminbrand
  • Schäden durch Löschen, Ruß und Rauch in Folge eines Brands
  • Schäden durch Aufprall oder Absturz eines Flugzeugs, seiner Teile oder seiner Ladung

Von der Leitungs­wasser­ver­sicherung sind beispielhaft folgende Schäden umfasst:

  • Schäden durch bestimmungs­widrig austretendes Leitungs­wasser, etwa aus Zu- und Ableitungs­rohren der Wasser­versorgung, Heiz­körpern und Heizungs­rohren, Wasch- und Spül­maschinen, Aquarien, Wasser­betten

  • Schäden durch bestimmungs­widrig austretendes Öl, Sole, Kühl- oder Kälte­mittel aus Klima-, Wärme­pumpen-, Geothermie-, Solar­heizungs­anlagen

  • Rohrbruch an Wasser­leitungen und Heizungs­rohren
  • Frost­schäden
  • Bruch­schäden an Armaturen
  • Schäden durch Wasser aus innen­liegenden Regenfall­rohren
  • Schäden durch Wasser aus auf dem Ver­sicherungs­grundstück befindlichen Zisternen, Brunnen oder Regen­wasser­sammel­tanks sowie Bruch­schäden an den auf dem Ver­sicherungs­grundstück befindlichen Rohren dieser Wasser­sammel­stellen
  • Frost- und sonstige Bruch­schäden an innen­liegenden Gas­leitungen und Regenfall­rohren

Von der Sturm­ver­sicherung sind beispielhaft folgende Schäden umfasst:

  • Sturm­schäden ab Windstärke 8
  • Hagel­schäden
  • Folgen von Sturm- und Hagel­schäden, zum Beispiel durch ein­dringenden Regen, Schnee oder Hagel

Welche Sachen sind von der Wohngebäudeversicherung umfasst?

Wie bereits oben erwähnt, wird durch eine Wohngebäudev­ersicherung ein bestimmtes Gebäude versichert. Umfasst ist aber auch in der Regel Gebäude­zubehör, wie etwa die Klingel­anlage, Brief­kästen, Carports, Gewächs- und Garten­häuser, Hunde­hütten, Hof- und Geh­weg­be­festigungen. Maßgeblich kommt es aber auf den jeweiligen Versicherungs­vertrag an. So können etwa auch Wasser- und Ab­wasser­rohre außerhalb des Grundstücks mit­versichert sein. Vom Versicherungs­schutz nicht umfasst sind auf jeden Fall die vom Mieter in die Wohnung oder das Gebäude ein­gebrachten Sachen.

Ist die Wohngebäudeversicherung eine Pflichtversicherung?

Bei der Wohngebäudev­ersicherung handelt es sich um keine Pflicht­versicherung. Sie kann daher freiwillig abgeschlossen werden.

Quelle: refrago/rb

Bearbeitungsstand: 30.10.2017

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Kommentare (2)

 
 
winzen schrieb am 31.10.2017

Der oben stehende Text: Was ist eine Wohngebäudeversicherung?

Sollte jeder Eigentümer zu Hause griffbereit haben und kennen. Für den Fall eines Falles!

Ewald Brohl schrieb am 30.10.2017

Problemstellung:Die Heizung in einem Mehrfamilienhaus von

11 Mietern und 2 Wohnungseigentümern.

Die Wohnung des Mieters im Erdgeschoß, 88qm, mit drei Außenwänden und ungedämmter Kellerdecke hat hohe Heiz-

kosten. Es existiert nur eine Heizungsanlage für ca.1000qm

beheizbare Wohnfläche. Die Bitte , die Kellerdecke zu dämmen,

wurde lt. Hausverwaltung einstimmig abgelehnt. Welche Kosten hat der Mieter im EG nach Anschaffung einer Infrarot-

heizung laut Jahres- Nebenkosten zu zahlen wenn er die

Konvektionsheizung nicht mehr nutzt?

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