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Arbeitsrecht | 04.11.2015

Bildungsmaßnahmen

Fortbildung und Weiterbildung: Was sind die wesentlichen Unterschiede und welche rechtlichen Aspekte gilt es allgemein sowie speziell beim E-Learning zu beachten?

Nahezu jeder Arbeitnehmer absolviert im Laufe seines Erwerbslebens mindestens eine Fortbildung und/oder Weiterbildung. Im alltäglichen Sprachgebrauch werden die beiden Begriffe häufig synonym verwendet, obwohl sie eine unterschiedliche Bedeutung haben und einen jeweils anderen Fokus setzen. Worin liegen die wesentlichen Unterschiede zwischen einer Fortbildung und einer Weiterbildung? Welche rechtlichen Aspekte gilt es bei der beruflichen Fort- und Weiterbildung allgemein sowie speziell im Hinblick auf E-Learning zu beachten?

FortbildungFortbildungQuelle: pixabay.com © susanaz (CC0 1.0)

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1. Zwei verschiedene Begriffe – ein gemeinsames Ziel: Die Erweiterung und der Ausbau der beruflichen Qualifikation durch Fort- und Weiterbildung

Wer als Berufstätiger eine Fortbildung oder Weiterbildung absolviert, verfolgt damit in der Regel das gleiche grundlegende Ziel: Die Erweiterung und den Ausbau der beruflichen Qualifikation. Eine Differenzierung zwischen diesen beiden Begriffen entscheidet indes unter anderem darüber, in welchem Umfang und von wem eine entsprechende Bildungsmaßnahme auf der rein beruflichen Ebene finanziert wird. An dieser Stelle ist anzuführen, dass die Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme zu rein privaten Zwecken, z.B. die Vertiefung der allgemeinen Computer-Kenntnisse, die Belegung eines Kochkurses, das Lernen einer bestimmten Sprache für den nächsten Urlaub oder andere private Interessen nicht unter die Begriffe Fortbildung und Weiterbildung fallen.

Fortbildung und WeiterbildungGrafik: Unterschied zwischen Fortbildung und Weiterbildung

1.1 Was ist unter dem Begriff Fortbildung zu verstehen?

Im Zuge einer Fortbildung sollen die während einer Berufsausbildung oder durch ein Studium erworbenen Kompetenzen und Kenntnisse erhalten und erweitert werden. Der offizielle Sprachgebrauch in Deutschland bei der Definition und Anwendung vieler Begriffe im Kontext Fortbildung und Weiterbildung ist im starken Maße durch das Berufsbildungsgesetz (BBiG) geprägt.

Es gibt verschiedene Arten von Fortbildungen, diese unterscheiden sich hinsichtlich der Ziele, die ein Berufstätiger durch das Absolvieren dieser ergänzenden Bildungsmaßnahme erreichen möchte. Durch die im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes festgelegten Regelungen wird der Fortbildung ein eindeutiger Zweck zugeordnet. Laut § 1 Abs. 4 BBiG umfasst die berufliche Fortbildung alle Aktivitäten, die den Zweck haben, die vorhandene berufliche Bildung entweder zu erhalten, anzupassen oder zu erweitern, sowie den beruflichen Aufstieg zu ermöglichen. Demnach ist zwischen folgenden vier Fortbildungsarten zu unterscheiden:

  • Erhaltungsfortbildung
  • Anpassungsfortbildung
  • Erweiterungsfortbildung
  • Aufstiegsfortbildung

Durch eine Erhaltungsfortbildung soll bereits erworbenes Wissen aufgefrischt werden, um etwa eine gewohnte Qualität bei der Ausübung der beruflichen Tätigkeiten weiterhin zu gewährleisten. Im Rahmen einer Anpassungsfortbildung sollen Kenntnisse vermittelt werden, damit sich der Teilnehmer im Anschluss an die Fortbildung auf dem jeweils für seinen Arbeitsbereich aktuellen Wissens- und Tätigkeitsstand befindet. Es werden beispielsweise die für einen speziellen Berufszweig technischen Neuerungen präsentiert, die dann im Berufsalltag umgesetzt werden können. Eine Erweiterungsfortbildung dient in erster Linie dazu, vorhandene Qualifikationen durch das Aneignen neuer Lerninhalte zu erweitern. Das erfolgreiche Absolvieren einer Aufstiegsfortbildung kann je nach Berufsfeld auch ohne Zertifikat erfolgen, in der Regel ist das Bestehen einer Abschlussprüfung eine Voraussetzung für den beruflichen Aufstieg, wie dies beispielsweise beim Aufstieg zum Fachwirt, Techniker oder Handwerksmeister der Fall ist.

Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse nehmen Fortbildungen heutzutage generell in allen Arbeitsbereichen einen höheren Stellenwert ein als dies noch vor Jahren und Jahrzehnten der Fall war. In einigen Branchen ist die Aufrechterhaltung der beruflichen Fertigkeiten an den Status quo besonders wichtig. Hierzu zählen etwa die Medizin, die Gesundheits- und Pflegebranche, zahlreiche Berufsfelder im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich sowie in der Informations- und Kommunikationstechnik.

Durch das Absolvieren einer Fortbildung werden keine anerkannten neuen Berufs- oder Studienabschlüsse erworben, es handelt sich vielmehr um eine ergänzende Bildungsmaßnahme im beruflichen Bereich.

Die erfolgreiche Teilnahme an einer Fortbildung wird in der Regel durch ein offizielles Dokument bescheinigt. Arbeitgeber können eine Fortbildung ausschließlich im Rahmen der Arbeitszeit für verpflichtend erklären, in allen anderen Fällen ist die Teilnahme immer freiwillig. Je nach Umfang kann die Dauer einer Fortbildung zwischen wenigen Stunden und mehreren Monaten variieren.

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1.2 Was ist unter dem Begriff Weiterbildung zu verstehen?

Wer sich auf beruflicher Ebene qualifizieren will, einen zusätzlichen anerkannten Abschluss erwirbt oder durch eine Umschulung die Möglichkeit nutzen möchte, sich beruflich neu zu orientieren, für den kommt eine Weiterbildung infrage.

Durch eine Weiterbildung kann eine Person zum einen die im Rahmen der absolvierten Ausbildung erworbenen Kenntnisse vertiefen oder die beruflichen Kompetenzen erweitern. Zum anderen dient eine Weiterbildung auch dazu, neue Berufsfelder oder vorher nicht durchgeführte berufliche Tätigkeiten kennenzulernen. Genau wie im Falle der Fortbildung erhält ein Teilnehmer nach der erfolgreichen Teilnahme an der Weiterbildung ein Zertifikat oder bekommt einen neuen berufsqualifizierenden Abschluss verliehen.

Zu den typischen Weiterbildungsmaßnahmen zählen Fernstudienlehrgänge, eine Umschulung oder auch Sprachkurse zu rein beruflichen Zwecken, z.B. das Erlernen und Vertiefen von Sprachkenntnissen zu Geschäftszwecken (Business English).

Hinsichtlich der Finanzierung einer Weiterbildung können staatliche Zuschüsse beantragt werden. In erster Linie leisten die Bundesagentur für Arbeit (BA) oder die Jobcenter finanzielle Unterstützung. Bei einem Bildungsgutschein handelt es sich beispielsweise um die schriftliche Zusage der Bundesagentur, dass die Teilnahme an einer Umschulung gefördert wird. Wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, übernimmt die BA nicht nur die Kosten für die Umschulung, sondern auch anfallende Fahrkosten, die eventuell notwendige auswärtige Unterbringung und die Verpflegung während der Weiterbildung sowie die Kosten für eine benötigte Betreuung von Kindern. Abhängig von der finanziellen Situation des Antragstellers erfolgt eine Unterstützung teilweise oder in vollem Umfang.

Zwischenfazit:

Berufstätige, die einen neuen Bildungsabschluss erlangen, einen allgemeinbildenden Kurs belegen oder mittels einer Umschulung die Möglichkeit zum Erlernen eines neuen Berufs schaffen möchten, müssen hierfür eine Weiterbildung absolvieren. Im Unterschied hierzu umfasst eine Fortbildung sämtliche spezifischen Bildungsmaßnahmen, welche innerhalb des ausgeübten Berufes das Ausüben neuer Tätigkeiten oder einen beruflichen Aufstieg ermöglichen.

2. Rechtliche Grundlagen der Fort- und Weiterbildung und Kompetenzverteilung bei der Gesetzgebung

Es ist grundsätzlich festzuhalten, dass es in Deutschland kein einheitliches und in sich homogenes Gesetz gibt, das Fortbildung und Weiterbildung sowie alle relevanten Aspekte wie die beteiligten Institutionen, Organisationen, die Finanzierung, Voraussetzungen für die Teilnahme an entsprechenden Angeboten, die Qualität sowie die Zertifizierung regelt. Vielmehr sind es zahlreiche Gesetze und Verordnungen, die die vielfältigen Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten regeln. Im Folgenden ist skizziert, welche Rechtsbereiche in erster Linie vom Themenkomplex Fortbildung sowie Weiterbildung betroffen sind.

Rechtliche Grundlagen der Fort- und WeiterbildungGrafik: Rechtliche Grundlagen

2.1 Internationale und europäische Verträge und Abkommen für den Bereich Fort- und Weiterbildung

Aufgrund des in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Föderalismus und der im Grundgesetz (GG) verankerten Kompetenzverteilung bei der Gesetzgebung und Verwaltung sind die Regelungen im Weiterbildungsrecht sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene verteilt. Darüber hinaus wird internationales und vor allem europäisches Recht für die Gestaltung der Fort- und Weiterbildung in Deutschland zunehmend bedeutsamer.

Europäisches Recht ist im Bereich Fort- und Weiterbildung nicht in Gesetzen, sondern in Verträgen und Abkommen festgeschrieben. In der Bildungspolitik übernimmt die Europäische Union (EU) lediglich eine Koordinierungs- und Unterstützungsfunktion, die Entscheidungskompetenzen liegen nach wie vor eindeutig bei den Mitgliedsländern. Trotz dieser eingeschränkten Zuständigkeiten will die EU die Harmonisierung nationaler Bildungsabschlüsse vor allem im Bereich universitärer und anderweitiger höherer Bildung vorantreiben und damit vergleichbarer machen.

2.2 Gesetzliche Kompetenzen des Bundes im Bereich Fort- und Weiterbildung

Generell übt der Bund hierzulande bei der gesetzlichen Gestaltung der Bildungspolitik einen geringeren Einfluss als in anderen Politikbereichen aus. Dies wird mit Verweis auf die vielfältigen und sich zeitlich relativ schnell wandelnden Anforderungen an die Fort- und Weiterbildung und den zahlreichen verantwortlichen Trägern und Einrichtungen begründet. Die vielfältigen Strukturen und die große Anzahl an Angeboten im Bereich Fort- und Weiterbildung sollen demnach vorrangig in den Bundesländern selbst geregelt werden.

Die Gestaltungsmöglichkeiten des Bundes bei der außerschulischen und beruflichen Weiterbildung sind weitgehend auf die Festlegung von Grundsätzen sowie auf Regelungen zur Ordnung und Förderung einzelner Maßnahmen beschränkt.

2.3 Gesetzliche Kompetenzen der Bundesländer im Bereich Fort- und Weiterbildung

In der Bundesrepublik Deutschland liegen die gesetzlichen Kompetenzen bei der Bildungspolitik auf Ebene der Bundesländer. Demnach wird der Anspruch auf Bildungsurlaub in den 16 Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Der Ort des Arbeitsplatzes legt das geltende Recht fest.

Die unterschiedlichen Fort- und Weiterbildungsgesetze auf Länderebene gewähren dem Einzelnen keinen Anspruch auf die Nutzung entsprechender Angebote, vielmehr regeln sie das Verhältnis zu Einrichtungen und Trägern der Fort- und Weiterbildung. Zudem haben die meisten Bundesländer Bildungsurlaubsgesetze erlassen, wobei es hier keine einheitliche Regelung gibt (mehr dazu).

Unterschiedliche gesetzliche Regelungen

In vier Bundesländern – Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen gibt es keine gesetzliche Regelung in Bezug auf Bildungsurlaub. In den übrigen Bundesländern sind die relevanten Gesetze in rechtlicher Handhabung ähnlich gestaltet.

Gesetzlicher Anspruch auf Bildungsurlaub

Hinsichtlich des Anspruchs auf Bildungsurlaub gibt es ebenfalls unterschiedliche Regelungen zu beachten. Grundsätzlich haben Beschäftigte in den Ländern, in denen es eine entsprechende gesetzliche Regelung gibt, nach sechs Monaten in einem Unternehmen Anspruch auf Bildungsurlaub. Die einzige Ausnahme stellt das Bundesland Rheinland-Pfalz dar, hier kann es bis zu zwei Jahre dauern. In Nordrhein-Westfalen haben Auszubildende und Beamte sowie Mitarbeiter in Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten keinen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub.

Unterschiedliche Länge des Bildungsurlaubs

Arbeitnehmer, die fünf Tage die Woche berufstätig sind, haben in der Regel Anspruch auf fünf Tage Bildungsurlaub pro Jahr. Dementsprechend hat derjenige, der weniger arbeitet, weniger Tage Anspruch auf Freistellung vom Beruf zwecks Fort- und Weiterbildung. Für länger andauernde Bildungsmaßnahmen kann der Urlaubsanspruch auch zusammengelegt werden. Innerhalb von zwei Jahren können dann zehn Tage Bildungsurlaub am Stück genommen werden.

Wer eine Fortbildung absolvieren möchte, ist dazu verpflichtet, den Arbeitgeber mindestens sechs Wochen vorher darüber zu informieren. Im Saarland sowie in Bremen und Niedersachsen gelten andere Fristen.

Des Weiteren sind Einschränkungen bei der Auswahl der Fortbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen zu beachten. Veranstaltungen, die in erster Linie der Erholung oder der Freizeitgestaltung dienen, dürfen nicht als Fort- oder Weiterbildung beantragt werden. Gleiches gilt für Angebote, die nur durch die Mitgliedschaft in einer bestimmten Organisation oder Gruppe (z.B. Partei oder Gewerkschaft) zugänglich sind.

Weitere Informationen:

http://www.kmk.org/fileadmin/doc/Dokumentation/Bildungswesen_pdfs/erwachsenenbildung.pdf

Sollte es zu arbeitsrechtlichen Fragen zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber kommen, dann wenden Sie sich am besten an einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht.

3. Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen klassischen und modernen Fort- und Weiterbildungsmethoden und welche rechtlichen Aspekte gilt es beim E-Learning zu beachten?
3.1 Klassische und moderne Formen der Fort- und Weiterbildung

Zu den klassischen Formen der Fort- oder Weiterbildung innerhalb eines Betriebs zählt das sogenannte „on-the-Job-Training“. Hierbei werden Beschäftigte durch Zusehen und anschließende Anwendung unter Anleitung einer Fachkraft geschult. In vielen Fällen werden interne betriebliche Fort- und Weiterbildungen durch sogenanntes „off-the-Job-Training“ (Fort- und Weiterbildung außerhalb des Arbeitsplatzes) ergänzt. Je nach Branche und Berufsfeld kann es sinnvoll sein, von und mit anderen Unternehmen gemeinsam zu lernen, beispielsweise im Rahmen von Hospitationen oder Projektarbeit.

Im Einzelfall kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Fortbildungs- oder Weiterbildungsformen infrage. Je nach Lerntyp kann auch das selbstständige Aneignen der Lerninhalte (autodidaktische Fortbildung bzw. Weiterbildung) mithilfe von E-Learning eine sinnvolle Alternative sein.

E-LearningE-LearningQuelle: pixabay.com © jarmoluk (CC0 1.0)

3.2 E-Learning – Definition und Lernformen
3.2.1 Was bedeutet E-Learning?

Im weitesten Sinne fällt unter den Begriff E-Learning die Vermittlung sowie das selbstständige Aneignen von Lerninhalten mithilfe von elektronischen Medien jeder Art. Enger ausgelegt ist unter E-Learning ausschließlich der Einsatz digitaler Medien und anderer Lerninstrumente aus dem mehrheitlich digitalen Bereich zu verstehen.

3.2.2 Lernformen beim E-Learning

Das digitale Lernen ermöglicht es dem Lernenden, sowohl die Zeit (sprich das Lerntempo) als auch den Umfang des Lernmaterials an die individuellen Ziele und Bedürfnisse anzupassen. Hinsichtlich der Art des Lernmaterials stehen heutzutage nahezu alle Möglichkeiten offen. Die oben aufgeführten klassischen und modernen Lernformen können mithilfe von E-Learning-Programmen ausgeführt werden, darüber hinaus sind auch beispielsweise das Absolvieren von Sprachkursen oder speziell projektbezogene Fortbildungen möglich.

Eine grundsätzliche Unterscheidung ist zwischen computergestütztem Lernen („Computer Based Training“, CBT) und dem sogenannten „Web Based Training (WBT)“ zu ziehen. Beim CBT werden Lernprogramme ausgeführt, die auf einem Übertragungsmedium (CD-ROM, DVD, USB-Stick etc.) gespeichert sind und auf das jeweilige Endgerät übertragen werden. Auf Internet-Technologie basierende Lernprogramme fallen unter den Oberbegriff Web Based Training, als Synonym wird häufig die Bezeichnung webbasiertes Lernen benutzt. Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des CBT. Der Lernende benötigt keinen Datenträger mehr, da die Lerninhalte auf einem geschützten Webserver gespeichert sind. Dies ermöglicht das zeit- und ortsunabhängige Lernen, Voraussetzung ist eine stabile Verbindung in ein Online-Netzwerk.

Beim webbasierten Lernen gibt es zahlenmäßig mehr und zudem vielfältigere Möglichkeiten hinsichtlich der Interaktion der Lernenden mit dem Dozenten bzw. Tutor sowie zwischen den Teilnehmern der Fortbildung oder Weiterbildung untereinander. Wie bereits erwähnt, nehmen vor allem Beschäftigte in sich schnell wandelnden Branchen an Fortbildungen teil, beispielsweise in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen oder im Bereich der Informationstechnologie. Moderne webbasierte Lernmethoden wie beispielsweise die Online Trainings und Web Based Trainings (WBT) von Hager bieten den Vorteil, dass sie sich vergleichsweise einfach an neue Entwicklungen anpassen lassen und somit aktuellen Lernstoff vermitteln.

3.2.3 Rechtliche Aspekte beim E-Learning

Beim Einsatz von E-Learning-Methoden werden zahlreiche, mitunter persönliche Daten gesammelt. Dementsprechend sehen Arbeitsrechtler im Datenschutz eine der zentralen Herausforderung bei der Verwendung digitaler Lernmethoden.

Um den Datenschutz möglichst umfassend zu gewährleisten und die Persönlichkeitsrechte der Teilnehmer zu schützen, müssen den Mitarbeitern im jeweiligen Unternehmen klar definierte Zugriffsrechte über Daten der Teilnehmer von Fort- und Weiterbildungen zugeordnet werden. Durch eine Betriebsvereinbarung lässt sich der Zweck des Einsatzes von E-Learning-Instrumenten eindeutig erklären. Den Beschäftigten sollte zugesichert werden, dass durch den Einsatz der modernen Lernmethoden keine umfassende Kontrolle der Arbeitsleistung verbunden ist.

Bei der Herstellung sowie bei der Benutzung von E-Learning-Materialien werden einerseits Urheberrechte der beteiligten Autoren und andererseits Rechte an den verwendeten Werken Dritter berührt. Vor dem Beginn einer Fortbildung oder Weiterbildung ist unter anderem zu klären, welche Nutzungsbedingungen zustimmungspflichtig sind und was es bei der Erstellung von Lizenzverträgen zu beachten ist. Wenn diese Aspekte im Vorfeld eindeutig geklärt sind, ersparen sich alle Beteiligten mögliche juristische Auseinandersetzung rund um das Thema Urheberrechte.

Weitere Informationen:

http://www.mmkh.de/fileadmin/dokumente/Publikationen/Leitfaden_E-Learning_Rechtsfragen_Kreutzer_MMKH_2015.pdf

Bearbeitungsstand: 04.11.2015

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