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Mietrecht | 12.06.2017

Mietereinbauten

Ist für Mieter­einbauten die Zustimmung des Vermieters erforderlich?

So mancher Wohnungs­mieter nimmt im Laufe der Mietzeit Veränderungen an den Räumen vor. So werden Wände gefliest, Katzen­klappen in Zimmer­türen eingebaut, der Balkon verglast oder ein Hängeboden eingebaut. Man spricht in diesem Fall von Mieter­einbauten. Doch kann der Mieter so einfach Veränderungen vornehmen oder bedarf es dazu nicht vielmehr der Zustimmung des Vermieters?

Ist für Mietereinbauten die Zustimmung des Vermieters erforderlich?

Mieter dürfen ihre Wohnung ohne Zustimmung des Vermieters verändern, soweit nicht in die Bausubstanz der Mietsache ein­gegriffen wird. Kann daher eine Ver­änderung ohne großen Aufwand wieder rück­gängig gemacht werden und sind keine Substanz­schäden zu erwarten, muss keine Erlaubnis eingeholt werden. Andernfalls ist eine Genehmigung erforderlich. Holt man diese nicht ein, kann die in die Bausubstanz ein­greifende Ver­änderung der Wohnung eine Kündigung und Schadens­ersatz­forderungen nach sich ziehen.

Bei folgenden Maßnahmen sahen die Gerichte eine Zustimmung für notwendig:

Folgende Maßnahmen wurden auch ohne Genehmigung des Vermieters für zulässig erachtet:

Die Zustimmungs­pflicht bedeutet jedoch nicht, dass die Mieter in bestimmten Fällen nicht einen – notfalls ein­klagbaren – Anspruch auf Zustimmung von Modernisierungs­maßnahmen haben. Dazu können folgende Maßnahmen gehören:

Müssen Mietereinbauten nach Ende der Mietzeit wieder entfernt werden?

Zu beachten ist, dass Mieter­einbauten nach Ende der Mietzeit in der Regel wieder entfernt werden müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Vermieter der Ver­änderung zugestimmt hat oder nicht. Verbleiben Mieter­einbauten in der Wohnung, steht dem ausziehenden Mieter grund­sätzlich kein Entschädigungsa­nspruch zu.

Quelle: refrago/rb

Bearbeitungsstand: 12.06.2017

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