Werbung
Werbung

Ist Ihr Problem komplizierter als unsere Frage?

Holen Sie sich Hilfe!

Bei speziellen, individuellen Rechts­fragen sollten Sie immer den Rat einer Rechts­anwältin oder eines Rechts­anwalts einholen.

Rechtsanwälte aus ganz Deutschland finden Sie im Deutschen Anwaltsregister.

Mietrecht | 22.02.2016

Mieterhöhung

Wie hoch darf eine Miet­erhöhung ausfallen?

Eine Miet­erhöhung für Wohnraum kann unter­schiedliche Gründe haben. So kann kommt eine Miet­erhöhung bis zur orts­üblichen Vergleichs­miete (§ 558 BGB) oder nach erfolgter Modernisierung (§ 559 BGB) in Betracht. Doch wie hoch darf die Miet­erhöhung ausfallen?

Wie hoch darf eine Miet­erhöhung ausfallen?

  • Miet­erhöhung bis zur orts­üblichen Vergleichs­miete
    Die Miete kann im Rahmen von § 558 BGB grund­sätzlich nur bis zur orts­üblichen Vergleichs­miete erhöht werden (vgl. Die Mieterhöhung: Informationen zur Rechtslage rund um die Mieterhöhung). Diese bemisst sich nach der Miete, die für Wohnungen vergleich­barer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage in den letzten 4 Jahren vor Ort gezahlt wurde. Vom Mieter selbst vor­genommene Wohn­wert­verbesserungen bleiben dabei grund­sätzlich außer Betracht (Bundesgerichtshof, Urteil vom 07.07.2010, Az. VIII ZR 315/09).

    Eine Ein­schränkung erfährt die Miet­erhöhung durch die sogenannte Kappungs­grenze. Diese beträgt in der Regel 20 % innerhalb von drei Jahren. Das bedeutet, dass sich die Miete innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 20 % erhöhen darf. Ist der Wohnungs­markt für ein bestimmtes Gebiet angespannt, so kann das entsprechende Bundesland die Kappungs­grenze auf 15 % herabsenken (§ 558 Abs. 3 BGB). Der Bundes­gerichts­hof hat die Kappungs­grenzen-Verordnung des Landes Berlin für zulässig erachtet (Bundesgerichtshof, Urteil vom 04.11.2015, Az. VIII ZR 217/14).

  • Mieterhöhung nach erfolgter Modernisierung
    Bei einer Miet­erhöhung nach erfolgter Modernisierung kann die jährliche Miete bis zu 11 % der für die Wohnung an­gefallenen Modernisierungs­kosten erhöht werden (§ 559 Abs. 1 BGB). Von den Kosten sind jedoch staatliche Förder­gelder sowie Zins­vorteile abzuziehen (§ 559a BGB). Ebenso abzuziehen sind Kosten, die der Instand­haltung und Instand­setzung zuzurechnen sind (§ 559 Abs. 2 BGB).

    Eine Kappungs­grenze ist nicht zu beachten.

    Bsp.: Der Vermieter musste Modernisierungs­kosten in Höhe von 1000 Euro tragen. Er kann jedoch davon nur 11 % im Rahmen der Mieterhöhung geltend machen, also nur 110 Euro. Verteilt auf das Jahr ergibt das pro Monat eine Miet­erhöhung von 9,17 EUR

Lesen Sie mehr zu diesem Thema hier: Die Mieterhöhung: Informationen zur Rechtslage rund um die Mieterhöhung

Quelle: refrago/rb

Bearbeitungsstand: 22.02.2016

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 2.5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
 
Werbung

Kommentare (0)

 
 

Werbung
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Finden Sie eine Anwältin oder Anwalt aus Ihrer Region in Deutschlands großer Anwaltssuche.

Eintragen im DAWR
Anzeige
 

refrago ist ein Service der ra-online GmbH, der sich zum Ziel gesetzt hat, leicht verständliche Erklärungen für Rechtsfragen von allgemeinem Interesse zu finden.

Alle Ausführungen auf refrago erfolgen ohne Gewähr und ersetzen keine Rechtsberatung. refrago empfiehlt bei individuellen Rechtsfragen, einen Anwalt zu konsultieren, den Sie z.B. unter www.anwaltsregister.de finden können.

Jetzt Fan bei Facebook werden und mit refrago.de immer auf dem Laufenden bleiben!

Ich bin schon Fan.