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Schadensersatzrecht und Verkehrsrecht | 18.02.2019

Schmerzens­geld

Kann man für einen bei einem Verkehrs­unfall getöteten Hund Schmerzens­geld bekommen?

Die meisten Hundehalter hängen an ihren Tieren. Denn immerhin gilt der Hund als bester Freund des Menschen. Daher ist es nicht ver­wunderlich, dass manche Hundehalter nach dem gewaltsamen Tod ihres Tieres in eine Depression verfallen. Teilweise muss diese sogar medikamentös behandelt werden. Steht ihnen dafür eine Entschädigung zu? Steht ihnen also ein Schmerzens­geld zu?

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Hat ein Hundebesitzer Anspruch auf Schmerzensgeld?

Ein Hunde­besitzer hat im Falle des gewaltsamen Todes seines Tieres keinen Anspruch auf Schmerzens­geld. Ein solcher Anspruch besteht nur, wenn ein Angehöriger oder eine sonst nahe­stehende Person aufgrund eines men­schlichen Verhaltens stirbt. Aufgrund eines eintretenden Schock­schadens billigt der Bundes­gerichts­hof den Hinter­bliebenen in einem solchen Fall ein Schmerzens­geld zu (vgl. Schmerzensgeldtabelle).

Der Bundes­gerichts­hof ist jedoch der Ansicht, dass eine Ausdehnung dieser Rechtsprechung bei der Verletzung oder Tötung von Tieren nicht in Betracht kommt. Die Tötung von Tieren dürfe nicht gleichgestellt werden mit der Tötung von Angehörigen oder sonst dem Betroffenen nahestehenden Menschen (vgl. Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.03.2012, Az. VI ZR 114/11).

Vgl. auch Schmerzensgeldtabelle

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Bearbeitungsstand: 18.02.2019

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Kommentare (3)

 
 
uli schrieb am 16.09.2016

Mein Hund ist an der Leine und läuft da, wo auch ich laufe. Wer also meinen Hund überfährt kommt auch ins Krankenhaus, mindestens, weil er auf dem Bürgersteig gefahren ist.

Julia K. schrieb am 03.04.2013

Heißt das, dass nur Materialschäden ersetzt werden, z.B. Kosten des Hundes, Tierarztrechnung, Bestattung usw? Das finde ich nicht gerecht.

Daniel K antwortete am 07.09.2016

Der Tierhalter ist auch haftbar für die Schäden am Fahrzeug. Wenn ein Hund auf die Straße rennt,muss der Halter für die Schäden aufkomen.

 
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