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Arbeitsrecht | 31.03.2016

Arbeit

Kontrolle am Arbeitsplatz: Darf ein Arbeitgeber Angestellte uneingeschränkt überwachen und kontrollieren?

So mancher Arbeitgeber kontrolliert ganz nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ seine Arbeitnehmer daraufhin, ob sie auch gewissenhaft ihrer Arbeitspflicht nachkommen. Das mag bis zu einem gewissen Grad auch verständlich sein. Denn wenn sich die Arbeitnehmer lieber privat vergnügen, anstatt ihre Arbeit nachzugehen, geht das zu Lasten des Arbeitgebers. Aber rechtfertigt dies gleich jede Art der Überwachung? Darf ein Arbeitnehmer seine Angestellten uneingeschränkt überwachen und kontrollieren?

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Darf ein Arbeitgeber Angestellte uneingeschränkt überwachen und kontrollieren?

Grundsätzlich darf ein Arbeitgeber seine Angestellten überwachen. Er muss dabei aber auf das Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmer achten. Dieses darf durch die Überwachung nicht verletzt werden. Dem Arbeitgeber steht daher kein permanentes Überwachungsrecht zu. Im Folgenden eine Übersicht über mögliche Methoden der Kontrolle:

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    Beauftragung eines Detektivs
    Ein Arbeitgeber darf zur Kontrolle seiner Angestellten einen Detektiv beauftragen. Stellt dieser daraufhin ein vertragswidriges Verhalten fest, kann der Arbeitgeber die Kosten, die durch die Beauftragung des Detektivs entstanden sind, vom Arbeitnehmer grundsätzlich ersetzt verlangen (vgl. Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 20.08.2008, Az. 7 Sa 197/08).

  • Führen eines Zeitprotokolls
    Eine weitere zulässige Methode zur Überwachung der Arbeitnehmer ist die Pflicht zum Führen eines Zeitprotokolls, in dem minutiös die geleistete Arbeit aufgelistet wird.

  • Telefonüberwachung
    Eine Telefonüberwachung ist nur dann zulässig, wenn die beteiligten Gesprächsteilnehmer dem zustimmen. Demnach ist eine heimliche bzw. verdeckte Telefonüberwachung unzulässig.

Bearbeitungsstand: 31.03.2016

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