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Lockvogelangebote: Wie lange muss ein Supermarkt oder ein Kaufhaus ein beworbenes Produkt vorrätig haben? | refrago
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Verbraucherrecht | 09.01.2017

Schnäppchen

Lockvogelangebote: Wie lange muss ein Supermarkt oder ein Kaufhaus ein beworbenes Produkt vorrätig haben?

Supermärkte, Kaufhäuser und Elektromärkte werben oft mit Schnäppchenangeboten. Mit solchen Angeboten machen die Märkte in der Regel keinen Gewinn. Darauf zielen sie aber auch gar nicht ab. Vielmehr dienen solche Angebote dazu Kunden in das Geschäft zu locken, damit diese noch andere Produkte erwerben. Man spricht daher auch von Lockvogelangeboten. Es verwundert nicht, dass von den Lockangeboten gar nicht so viel Ware vorhanden ist. So mancher Kunde wundert sich darüber, dass innerhalb kürzester Zeit schon sämtliche Schnäppchen weg sind und beschwert sich darüber. Ihrer Ansicht nach müssen solche Angebote mindestens ein Tag vorrätig sein. Doch liegt dies nicht in der freien Entscheidung des Unternehmens oder gibt es tatsächlich Regelungen dazu, wie lange die beworbenen Produkte vorrätig sein müssen?

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Wie lange müssen Schnäppchenangebote verfügbar sein?

Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs müsse ein Unternehmen das beworbene Produkt jedenfalls am ersten Tag vorrätig haben. Denn die Werbung mit Schnäppchen vermittele den Verbrauchern den Eindruck einer besonderen Gelegenheit und deshalb auch einer besonders nachhaltigen Bevorratung und Lieferfähigkeit. Hat ein Unternehmen das Produkt also nicht vorrätig, muss es darüber in der Werbung aufklären. Tut es das nicht, ist in der Werbung eine Irreführung der Verbraucher zu sehen (Bundesgerichtshof, Urteil vom 10.02.2011, Az. I ZR 183/09).

Andere Gerichte hielten es sogar für notwendig, dass die Produkte ab angekündigten Verkaufsbeginn für zwei Tage verfügbar sein müssen. Den Einwand der Unternehmen, sie haben durch ein Sternchenhinweis auf den möglicherweise schnellen Ausverkauf bzw. auf die kurze Verfügbarkeit der Schnäppchen hingewiesen, ließen die Gerichte dabei nicht gelten (Oberlandesgericht Stuttgart, Urteil vom 30.06.2005, Az. 2 U 7/05 und Landgericht Wiesbaden, Urteil vom 16.04.2010, Az. 7 O 373/04).

Gilt dies auch für Schnäppchenangebote im Online-Handel?

Nicht nur der Filial-Händler muss dafür sorgen, dass die beworbene Schnäppchenware ausreichend vorrätig ist. Auch der Betreiber eines Online-Shops darf nicht ohne Weiteres mit Lockangeboten werben. So hat das Oberlandesgericht Koblenz die Produktwerbung eines Online-Händlers für unzulässig erklärt, weil bereits vier Minuten nach Verkaufsstart die beworbene Ware ausverkauft war. Nach Auffassung des Gerichts stelle es eine Irreführung des Verbrauchers dar, wenn ein Unternehmer zum Kauf von Waren auffordert, ohne darüber aufzuklären, dass er hinreichende Gründe für die Annahme habe, er werde nicht in der Lage sein, die Ware für eine angemessene Zeit in angemessener Menge zu dem genannten Preis für den Kunden vorzuhalten. Der inhaltslose Hinweis „nur in limitierter Stückzahl“ beseitige nicht die Irreführung (Oberlandesgericht Koblenz, Urteil vom 02.12.2015, Az. 9 U 296/15).

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Quelle: refrago/rb

Bearbeitungsstand: 09.01.2017

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Kommentare (4)

 
 
Monika Maiwald schrieb am 04.11.2018

Gilt das auch für Möbel? Ich wollte heute (verkaufsoffener Sonntag) im örtlichen Möbelhaus ein im Samstagsprospekt beworbenes Sofa ansehen und ggfs. direkt kaufen. Die Verkäuferin konnte mir nur sagen, dass dieses Sofa nicht vorrätig sei und nur auf Bestellung zu haben. Wann gilt ein Angebot als Sonderangebot? Reicht dazu die Werbung in der Samstagsbeilage?

Michael Müller schrieb am 11.06.2018

Nur mal etwas aktuelles: ALDI-LIEFERT reitet auch auf dieser Welle. Ware ist nicht in der Filiale erhältlich, aber man muß diese dort vorab bezahlen, um eine Bestellung Online aufgeben zu können. Daher ist der Kunde gezwungen, nicht nur das Online-Angebot aufzusuchen, sondern auch die Filiale. Ein Schelm, der Böses dabei denkt... Heute 11.06.2018 begann der Verkauf einer Insektenschutzdoppeltür, um 15:45 in der Filiale ausverkauft, d.h. am 1. Tag des Angebots.

Klara Meier schrieb am 10.03.2018

Meines Erachtens kann ein Händler doch nun wirklich nicht voraus errechnen, wie gut oder wie schlecht eine Aktionsware vom Kunden gefragt ist. Auch wenn solche Artikel in den Mengen bestellt werden aufgrund der Statistik vergangener Aktionen. Sollten beispielsweise schon vor Ladenöffnung 30 Kunden vor dem Geschäft stehen und nur 31 Aktionsartikel vorrätig sein, haben nun mal die Kunden, die erst später einkaufen gehen, das Nachsehen.

geelbeen schrieb am 23.08.2013

Mehrfach habe ich selbst erlebt, dass angekündigte Schnäppchen nicht mehr vorrätig waren. Ich wurde auf eine andere Filiale hingewiesen. Heißt dies, dass Schnäppchen nur einen Tag im gesamten Unternehmen vorrätig sein müssen?

 
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