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Steuerrecht | 20.12.2016

Gesetzes­änderung

Welche Änderungen gibt es in der Buchhaltung 2017?

Digitalisierung der Einkommen­steuer­erklärung und weitere Änderungen zum Jahres­wechsel

Mit dem Jahres­wechsel kommen einige Änderungen auf alle Steuer­pflichtigen zu. Die Steuer­verwaltung wird weiter digitalisiert und die vollautomations­gestützte Veranlagung eingeführt. Wir stellen die Neuerungen in der Buchhaltung 2017 vor.

Mit der vollautomations­gestützten Veranlagung sollen ab 2017 Steuer­bescheide weitgehend digital bearbeitet werden, so dass die Steuer­festsetzung, Anrechnung von Abzugs­beträgen, die Festsetzung von Voraus­zahlungen und Zinsen automatisiert und ohne individuelle Bearbeitung durch einen Sach­bearbeiter erfolgen kann. Grundlage dafür sind die Angaben der Steuer­pflichtigen. Die Fertigung der Einkommen­steuer­erklärung wird durch den weiteren Ausbau der vor­ausgefüllten Steuer­erklärung erleichtert.

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Elektronische Steuererklärung ELSTER

Die elektronische Steuer­erklärung ELSTER soll in den Finanz­ämtern weitgehend automatisiert bearbeitet werden, sofern keine von den vor­ausgefüllten Standard­angaben abweichenden Erklärungen abgegeben werden. Dazu kann ein „qualifiziertes Frei­text­feld“ auf der Steuer­erklärung ausgefüllt werden. Angaben im Frei­text­feld werden, soweit sie eine individuelle Bearbeitung erfordern, von einem Sach­bearbeiter geprüft.

Belegvorhaltepflicht statt Belegvorlagepflicht

Neben der Steuer­erklärung können Belege und Wider­sprüche gegen den Steuer­bescheid elektronisch eingereicht werden. Ab 2017 brauchen Steuer­pflichtige ihre gesammelten Belege nur noch auf konkrete Aufforderung durch das Finanzamt einreichen. Gleiches gilt für Spenden­quittungen. Die Original-Belege müssen aber aufbewahrt werden, so dass sie dem Finanzamt auf Anforderung vorgelegt werden können. Die bisherige Beleg­vorlage­pflicht wird somit zur Beleg­vorhalte­pflicht.

Zustellung der Verwaltungsakte per elektronischem Datenabruf

Steuer­verwaltungs­akte wie Steuer­bescheide, Einspruchs­bescheide und Prüfungs­anordnungen werden ab 2017 bei Einwilligung des jeweiligen Steuer­pflichtigen zum elektronischen Datenabruf bereit­gehalten. Die elektronische Bekanntgabe gilt dann drei Tage nach Versendung der elektronischen Benachrichtigung durch das Finanzamt als bekannt­gegeben. Steuer­pflichtige, die ihre Einwilligung zur elektronischen Bekanntgabe erteilen, müssen also regelmäßig ihren elektronischen Posteingang prüfen, da mit der Bekanntgabe wichtige Rechts­folgen wie der Beginn der Wider­rufs­frist verknüpft sind.

Ab dem 1. Januar 2017 soll die Finanz­verwaltung beschleunigt werden. Anträge auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft sollen innerhalb von sechs Monaten beschieden werden. Ist dies nicht möglich, soll das Finanzamt die Gründe dafür mitteilen.

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Neue Abgabefristen für Einkommensteuererklärung

Die Einkommen­steuer­erklärung kann künftig bis zum 31. Juli des Folgejahres abgegeben werden – statt wie bisher bis spätestens 31. Mai. Dies betrifft Einkommen­steuerer­klärungen ab dem Steuerjahr 2016. Wer sich seine Steuer­erklärung von einem Steuer­berater oder einem Lohnsteuer­hilfe­verein erstellen lässt, hat künftig 14 statt der bisherigen 12 Monate lang Zeit für die Abgabe der Steuer­erklärung – also bis zum 28. Februar des übernächsten Jahres.

Bei der Einkommensteuer kann übrigens ab 2017 ein höherer Grundfreibetrag geltend gemacht werden.

Höherer Zuschlag für verspätete Steuererklärung

Während auf der einen Seite die Fristen für die Einkommen­steuer­erklärung um zwei Monate verlängert werden, erhöhen sich auf der anderen Seite die Strafen für eine verspätete Abgabe der Einkommen­steuer­erklärung. So soll künftig für jeden Monat, den die Steuer­erklärung dem Finanzamt zu spät zugeht, automatisch ein Verspätungsz­uschlag von 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer erhoben werden. Der Mindest­zuschlag beträgt 25 Euro.

Wer bei der Buchhaltung auf Nummer sicher gehen will, sollte ein Buchhaltungs­programm nutzen. Wir empfehlen die Buchhalter-Reihe der Firma Lexware.

Quelle: refrago/we

Bearbeitungsstand: 20.12.2016

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