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Sozialrecht | 12.12.2017

Urlaub

Hat man als Arbeits­loser auch Urlaub?

Wer arbeitslos ist, möchte durchaus auch mal in den Urlaub fahren. Doch ist dies einfach so möglich? Immerhin sollte er sich doch darum bemühen eine neue Arbeits­stelle zu suchen. Wer aber im Urlaub ist, kann keine Vorstellungs­gespräche wahrnehmen. Muss ein Arbeits­loser daher stets zu Hause bleiben, um jederzeit auf Jobangebote reagieren zu können?

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Hat man als Arbeitsloser auch Urlaub?

Ein Arbeits­loser hat keinen Anspruch auf Urlaub, wie etwa ein Arbeit­nehmer. Dies sieht das Sozial­gesetz­buch nicht vor. Er kann jedoch bei der zuständigen Arbeits­agentur seine Abwesenheit vom Wohnort beantragen. Die Erlaubnis zur Abwesenheit kann zusammen­hängend für eine Dauer von bis zu drei Wochen erteilt werden, ohne dass der Arbeitslose seinen Anspruch auf ALG I verliert. Die Abwesenheit kann auch bis zu sechs Wochen andauern. In diesem Fall verliert der Arbeitslose jedoch ab der dritten Woche seinen Leistungs­anspruch. Wer länger als sechs Wochen abwesend ist, verliert seinen Leistungs­anspruch für die gesamte Zeit seiner Abwesenheit. Zudem muss sich der Arbeitslose in einem solchen Fall wieder persönlich arbeitssuchend melden.

Wie kann der Antrag auf Ortsabwesenheit gestellt werden?

Der Antrag auf Orts­abwesenheit sollte eine Woche vor Reisebeginn beantragt werden. Wer ohne Zustimmung verreist, riskiert die Streichung von Leistungen. Ferner kann die Arbeits­agentur bereits gezahlte Beträge zurück­fordern. Der Zweck der kurz­fristigen Antrags­stellung liegt darin, dass sich mögliche Job­perspektiven in der Regel kurzfristig ergeben. Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass oberstes Ziel des Arbeits­losen das Finden einer Anstellung ist. Eine Orts­abwesenheit wird daher dann nicht gestattet, wenn dadurch ein Vorstellungs­gespräch platzt, sich eine Arbeits­aufnahme verzögert oder sich eine berufliche Weiter­bildung verschiebt.

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Quelle: refrago/rb

Bearbeitungsstand: 12.12.2017

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