Minus-Zinsen

Negativ-Zinsen: Darf die Bank auf Spareinlagen negative Zinsen berechnen und Geld einbehalten?

Negativ-Zinsen führen dazu, dass die Bankeinlagen der Sparer weniger werden. Sie stellen für ihn daher ein Verlustgeschäft dar. Negativzinsen können als Strafe für denjenigen angesehen werden, der sein Geld hortet und nicht in die Wirtschaft investiert. Aber darf eine Bank überhaupt auf Spareinlagen negative Zinsen berechnen und dadurch Geld einbehalten?

Darf die Bank auf Spareinlagen negative Zinsen berechnen und Geld einbehalten?

Eine Bank darf nur dann auf Spareinlagen Minus-Zinsen berechnen, wenn es sich um eine Neueinlage handelt. Auf bestehende Einlagen dürfen dagegen keine negativen Zinsen erhoben werden. Dies hat seinen Grund darin, dass bei einer Spareinlage zwischen der Bank und dem Sparer ein Darlehensvertrag im Sinne von § 488 BGB zustande kommt. Nach dieser Vorschrift ist der Darlehensnehmer, also die Bank, verpflichtet den geschuldeten Zins zu zahlen.

Ist ein positiver oder vielleicht auch gar kein Zins vereinbart worden, so darf ihn die Bank nicht nachträglich in einen negativen Zins ändern. In diesem Zusammenhang spielt es keine Rolle, ob es sich beim Bankkunden um eine Privatperson oder um ein Unternehmen handelt.

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