Bleivergiftung17.09.2015

Wie viel Blei darf im Trinkwasser sein?

Ab einer bestimmten Konzentration kann Blei im Trinkwasser gesundheitsgefährdend sein. Eine Bleivergiftung kann besonders bei schwangeren Frauen, Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern gefährlich sein. Denn durch das Blei wird die Entwicklung des Nervensystems beeinträchtigt. Der Gesetzgeber hat daher zum Schutz der Gesundheit bestimmte Grenzwerte festgelegt. Aber wie viel Blei darf im Trinkwasser sein?

Wie viel Blei darf im Trinkwasser sein?

Seit dem 1. Dezember 2013 dürfen in jedem Liter Wasser nicht mehr als 0,010 mg Blei enthalten sein. Dies hat zur Folge, dass eventuell noch alte Wasserrohre aus Blei ausgetauscht werden müssen. Denn die neuen Grenzwerte werden bei Wasser in Bleirohren regelmäßig überschritten. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass auch Rohre aus verzinkten Stahl oder einer Kupferlegierung Blei abgeben können. Beim Umweltbundesamt kann man sich darüber informieren, welche metallenen Werkstoffe für Trinkwasserrohre geeignet sind. Betroffen sein dürften jedoch nur Gebäude die vor den 70er Jahren errichtet wurden. Denn nach dieser Zeit wurden Bleirohre nicht mehr verbaut. Im süddeutschen Raum werden Bleirohre sogar seit über einem Jahrhundert nicht mehr verwendet.

Verfügt ein Haus noch über bleihaltige Rohre, so muss der Hauseigentümer die Bewohner davon schriftlich oder per Aushang in Kenntnis setzen. Dies gilt unabhängig davon, ob der Grenzwert tatsächlich überschritten wird.

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Ein Gedanke zu „Wie viel Blei darf im Trinkwasser sein?

  • 29. September 2016 um 10:26
    Permalink

    ich habe bis 2007 in einem Altbau ca 100 Jahre gewohnt.
    Dort wurden cain den 90ger Jahren (lt.Vermieter per Gesetz)
    die Bleirohe ausgetauscht. Mein Bekannter bestreitet eine
    solche Massnahme. Wer hat recht?

    Antwort

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