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Zivilrecht | 05.07.2016

Gesetzliches Zahlungsmittel

Darf ein Händler die Annahme von 200 und 500 Euro-Scheinen verweigern?

Wer mit einem 200 oder 500 Euro-Schein eine Rechnung von 20 Euro bezahlen will, kann unter Umständen ein Problem bekommen. Denn viele Händler verweigern die Annahme solcher Scheine. Der Grund dafür kann darin liegen, dass sie Angst vor Falschgeld haben oder nicht genügend Wechselgeld in der Kasse haben. Doch egal warum die Händler die Annahme eines 200 oder 500 Euro-Scheins verweigern, es stellt sich die Frage: Dürfen sie das überhaupt?

500 Euro-ScheinQuelle: DAWR - Deutsches Anwaltsregister

Dürfen die Händler die Annahme von 200 und 500 Euro-Scheinen verweigern?

Grundsätzlich dürfen alle gesetzlich zugelassenen Euro-Scheine als Zahlungsmittel verwendet werden, also auch die 200 und 500 Euro-Scheine. Dennoch dürfen die Händler die Annahme dieser Scheine verweigern, wenn die Bezahlung mit einem solchen Schein außer Verhältnis zum Kaufpreis steht. In einem solchen Fall kann der Kunde nämlich nicht erwarten, dass der Händler genügend Wechselgeld in der Kasse hat. Wichtig ist nur, dass die Händler den Kunden von der Einschränkung sichtbar in Kenntnis setzen.

Bearbeitungsstand: 05.07.2016

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Kommentare (13)

 
 
Peter Kroll schrieb am 06.07.2016

Wir sind dafür (wer sind wir ? ), das das Bargeld abgeschafft wird. Warum befasst man sich überhaupt noch mit dieser Pillepalle ???

Gerd schrieb am 10.03.2016

Natürlich kann man an einer Tankstelle mit 200 oder 500€ bezahlen. Zwar gibt es Diskussionen, aber wenn man klar macht, dass man keine ec- oder Kreditkarte hat und somit nur die Annahme des Geldes, Überweisung oder das Abpumpen des Sprits übrig bleibt, wird das Geld angenommen.

Im Supermarkt schon etwas schwieriger, aber hier klappt es auch meistens, wenn man mehrere Teile eingekauft hat, da die Mitarbeiter keine Lust haben dies wegzuräumen.

Harald antwortete am 16.10.2016

So läuft das nicht. Ich als Tankstellenpachter, behalte mir das Recht vor ein Schuldanerkenntnis zu schreiben. Da hat der Kunde 3 Tage lang Zeit zu zahlen. Beliebig wie. Und wenn das nicht fruchtet, wird die Polizei gerufen, weil unsere Mitarbeiter nicht soviel Wechselbestand haben.

Peter Kroll schrieb am 01.09.2015

Natürlich kann es keine verbindliche Regelung geben. Bei so einem Justizminister.

Rechtsanwaltservice schrieb am 31.08.2015

Wenn der Händler nicht genügend Wechselgeld vorhalten kann, muß er natürlich die Bezahlung ganz faktisch ablehnen - was soll er denn sonst auch tun? Aber es zeig sich eben mal wieder wie viel Unwissen im Umlauf ist, wenn es aus Angst vor Fälschungen passiert. Es gibt - logischerweise - praktisch keine Fälschungen von 200 und 500er Noten - eben weil sie keine Rolle im alltäglichen Geschäft spielen.

hopo schrieb am 23.08.2015

Was ist dann mit ungerollten Kupfermünzen, wenn ich, sagen wir mal, 25 Euro zu bezahlen habe?

Gestzliches Zahlungsmittel oder nicht?

Dagwyn Dark antwortete am 31.08.2015

Bis 20 Euro sind Cent als gesetzliches Zahlungsmittel anzunehmen. Aber viele Schuhläden nehmen freiwillig auch höhere Centbeträge zur Kundenbindung und aus Tradition Brauchtum an , wie z.B. für den Kauf von Brautschuhen , die deutlich über 20 Euro kosten.

MIK schrieb am 19.12.2014

Es ist eine Anmaßung, die 200/550€-Scheine nicht anzunehmen!

Rudi antwortete am 07.07.2016

Es ist eher eine Anmassung, zu denken, das jeder ständig kiloweise Wechselgeld bereithalten muss. Nehmen sie eine. Taxifahrer. Da kommt nicht nur ein Fahrgast, der die 6,50 Euro fahrt mit einem 50 Euroschein bezahlen will. Wieviel Wechselgeld soll der Fahrer den dabei haben und sich so zu einem lukrativen Opfer zu machen ?

Ist es den so schwer, vor den Einkauf mal selbst für Kleingeld zu sorgen ?

Hüfan schrieb am 21.12.2013

Meinen 200 Euro Schein aus der Weihnachtsgratifikation wollte die Kassiererin von Netto auch nicht nehmen. Tja, Discounter halt, dachte ich, aber Saturn? Eingekauft hatte ich für 100 Euro, aber auch bei 200 Euro wär es wohl nichts geworden, sie sagte klar "darf ich nicht annehmen". Schon seltsam. Dann kann man die Dinger ja gleich einziehen.

Rechtsanwaltservice antwortete am 31.08.2015

ALDI Süd und Obi Singen nehmen 500 und 200 Noten ohne Kommentar und holen sich notfalls Wechselgeld vom Kollegen.

Minerva schrieb am 27.09.2013

Was ist jedoch, wenn ich eine Summe von... sagen wir mal 498 Euro mit zwei 200 Euro und einem 100 Euro Schein bezahlen wollen würde? Dürfte der Hänlder mich dann auch abweisen?

So geschehen in einer Saturn-Niederlassung. Letztlich habe ich mein Geld woanders ausgegeben und sogar noch ein wenig dabei gespart.... aber das Prinzip?

Rechtsanwaltservice antwortete am 31.08.2015

Nein, ganz klar darf er das nicht! In so einem Fall den Geschäftsführer verlangen und darauf Hinweisen, er könne gerne den Ausweis einsehen. Dann gibt es nämlich für den Händler auch kein Risiko mehr!

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