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Schadensersatzrecht | 11.02.2021

Tradition

Darf man an Weiberfastnacht anderen die Krawatte abschneiden?

Es entspricht einer langen Tradition an Weiberfastnacht, dass Frauen den Männern die Krawatte abschneiden. Denn die Krawatte ist ein Symbol der männlichen Macht und diese gilt es an diesem Tag zu brechen. Doch ist das Krawatte-Abschneiden überhaupt zulässig? Macht frau sich nicht schadenersatzpflichtig? Kann mann Schadensersatz verlangen?

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Führt das Abschneiden einer Krawatte zur Weiberfastnacht zu einer Schadenersatzpflicht?

Wenn jemand das Eigentum eines anderen verletzt, macht er sich schadenersatzpflichtig (vgl. § 823 BGB). Dies gilt grundsätzlich auch für das Abschneiden einer Krawatte zur Weiberfastnacht. Denn willigt der Krawattenträger in das Abschneiden nicht ein, liegt eine rechtswidrige Eigentumsverletzung vor. Dabei ist es unerheblich, ob dies einer langen Tradition entspricht.

Gibt es Ausnahmen zu der Schadenersatzpflicht für das Abschneiden der Krawatte?

Ausnahmen sind nur dann anzunehmen, wenn die Krawatte auf Arbeit oder bei Freunden abgeschnitten wird. Nicht jedoch bei vollkommen fremden Personen (vgl. Amtsgericht Essen, Urteil vom 03.02.1988, Az. 20 C 691/87). Ebenso muss beachtet werden, dass es die Tradition des Krawattenabschneidens ohnehin nur in den Karnevalshochburgen gibt. Man sollte es daher zum Beispiel im norddeutschen Raum tunlichst vermeiden auf Arbeit oder im Bekanntenkreis jemanden die Krawatte abzuschneiden.

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Bearbeitungsstand: 11.02.2021

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Kommentare (2)

 
 
eono schrieb am 16.02.2021

"Andere Länder, andere Sitten"!

Das sind Sitten und Gebräuche, die nicht überall gelten.

Wer in NRW wohnt/arbeitet und an Altweiberfastnacht eine Krawatte anlegt, ist selber schuld.

In anderen Ländern sind dieser Donnerstag noch der Rosenmontag

keine Arbeitsfreien Tage - somit dürften aufgrund der allgemeinen Distanz, das Fehlen der Ausgelassenheit derartige Probleme entfallen.

uli schrieb am 15.02.2021

Anmerkung zum Unterpunkt 10 wichtigste Urteile zu Karneval...

Die Verkleidung darf kein öffentliches Ärgernis erregen...?

§ 183am StGB: Erregung öffentlichen Ärgernisses

Wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt,

Wie so häufig wird nicht unterschieden zwischen Straftat und Ordungswiedrigkeit.

Vom OWiG § 119Grob anstößige und belästigende Handlungen war im Bericht eigentlich die Rede.

Von Fachpersonal hätte ich eine korrekte Berichterstattung erwartet.

Das ist der feine Unterschied. Sowas ist auch bei einer Klageerhebung oder Anzeige relevant. Falsche Gesetzeszitate führen oft zu ungültigen Klagen. Das die Polizei das falsch macht, ist für Rechtsanwälte keine Entschuldigung für Zitatmängel.

 
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