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Schadensersatzrecht und Zivilrecht | 16.01.2019

Anwaltskosten

Muss der Gegner die Kosten für die Beauftragung eines Rechts­anwalts zahlen?

Wer für die Kosten des Anwalts bei einem Streit aufkommen muss

In bestimmten Situationen kann es erforderlich werden einen Rechtsanwalt zur Durch­setzung oder zur Abwehr von Ansprüchen zu beauftragen. Fühlt sich der Mandant in einem solchen Fall im Recht, kann sich für ihn die Frage stellen, ob nicht der Gegner die Anwalts­kosten zu tragen hat. Ist es daher möglich dem Gegner eines Rechts­streits die eigenen Anwalts­kosten in Rechnung zu stellen?

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Muss der Gegner die Kosten für die Beauftragung eines Rechtsanwalts zahlen?

Die Beantwortung der Frage hängt zunächst davon ab, ob es sich um Anwaltskosten für ein gerichtliches Verfahren oder für eine außergerichtliche Vertretung handelt.

  • Anwaltskosten für gerichtliches Verfahren
    Die Anwalts­kosten für ein gerichtliches Verfahren hat gemäß § 91 Abs. 1 der Zivil­prozess­ordnung derjenige zu tragen, der den Rechts­streit vor Gericht verliert.

  • Anwaltskosten für außergerichtliche Vertretung
    Beauftragt eine Person einen Rechtsanwalt mit seiner Vertretung zwecks Geltend­machung von Ansprüchen, so hat dieser zunächst die Rechnung des Anwalts zu bezahlen. Jedoch kann der Mandant unter bestimmten Voraus­setzungen die Anwalts­kosten als Schaden gegenüber dem Gegner geltend machen. Erforderlich ist dazu stets eine Pflicht­verletzung seitens des Gegners, welches die Beauftragung des Rechts­anwalts erforderlich gemacht hat. Ist dies der Fall, steht dem Mandanten in Höhe des Anwalts­honorars ein Schadens­ersatz­anspruch zu. Der Gegner ist in der Regel zur Erstattung der Anwalts­kosten verpflichtet, wenn Schadens­ersatz­ansprüche gegen ihn geltend gemacht werden oder er mit einer Leistung in Verzug ist.
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Quelle: refrago/rb

Bearbeitungsstand: 16.01.2019

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Kommentare (3)

 
 
Kunze schrieb am 24.02.2019

ich hatte schulden in hohe vo 96 neur bei einem autounternehmen . nun hatte sich ein Anwalt eingeschaltet und erhöht die vordferung auf das doppelte ,ich widerrum habe nur die offene Rechnung bezahlt . Nun kam ein gelber brief mit sogar 190 Euro die ich zahlen soll. obwohl ich einen vergleich angeboten hatte ,der abgelehnt wurde . lohnt sich der iderspruch gegen den bescheid vom Amtsgericht . ??

Harald Bramstedt schrieb am 17.01.2019

Die Kostentragungspflicht der im Prozess unterliegenden Seite trifft nicht in jedem Fall zu. Im arbeitsgerichtlichen Klageverfahren trägt in der ersten Instanz jede Seite ihre Kosten selbst. Egal, wie der Prozess ausgegangen ist. Und wenn bei der Gegenseite nichts zu holen ist, dürfte man ebenfalls auf seinen Kosten sitzen bleiben. Auch wenn man gewonnen hat.

Berger schrieb am 12.10.2018

Die Ausführungen sind in der rudimentären Art unrichtig. Es gibt einige Ausnahmen, sowohl im gerichtl. als auch und erst recht im außergerichtl. Bereich ! In der Form führen die Ausführungen zu Erwartungen von Mandanten, die der Anwalt nicht "erfüllen" kann. Und dann ist es angeblich der Anwalt schuld bzw. doof, unfähig. Warum? Weil es doch in diesem "Fachforum" gaaanz anders gestanden hat!

 
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