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Bankrecht, Vertragsrecht und Zivilrecht | 31.08.2015

Schufa

Was ist und macht die Schufa?

Im Zusammenhang mit dem Thema Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit taucht immer wieder die Schufa auf. Jeder hat sicher schon mal von der Schufa gehört. Doch wer schon genau, was sich hinter der Schufa verbirgt und was sie macht?

Was ist die Schufa?

Die Schufa gehört zu einer Vielzahl von Auskunfteien in Deutschland und geht auf eine Idee der Berliner Elektrizitätswerke AG (BEWAG) zurück. Gegründet wurde sie im Jahr 1927. Der Begriff „Schufa“ steht für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“. Ihren Hauptsitz hat die Schufa heutzutage in Wiesbaden, daneben gibt es noch sieben weitere Dependancen. Anders als manche vielleicht denken mögen, handelt es sich bei der Schufa nicht um eine Behörde, sondern um ein privatrechtliches Unternehmen in Form einer Aktiengesellschaft.

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Wie viele Daten hat die Schufa gespeichert?

Die Schufa hat etwa 682 Millionen Daten gespeichert. Davon stammen 66,3 Millionen Daten von Privatpersonen. Sie verfügt über 700 Mitarbeiter und hat einen jährlichen Umsatz von über 123 Millionen Euro (alle Zahlen: Stand 2013).

Was macht die Schufa?

Die Schufa sammelt Daten von Privatpersonen, um daraus Informationen über deren Bonität zu erhalten. Die so gewonnenen Informationen stellt sie anderen Unternehmen zur Verfügung. Diese können dann feststellen, ob der Kunde zahlungsfähig bzw. kreditwürdig ist.

Die Daten der Privatpersonen erhält die Schufa in der Regel von Unternehmen, die Vertragspartner der Schufa sind. Dazu können zum Beispiel Banken, Versicherungen, Telekommunikationsunternehmen oder Kaufhäuser zählen. Welches Unternehmen mit der Schufa zusammenarbeitet, kann man anhand der AGB erkennen. In diesen muss eine sogenannte „Schufa-Klausel“ stehen, aus der sich ergibt, inwiefern das Unternehmen mit der Schufa zusammenarbeitet. Zudem bedient sich die Schufa an öffentlich zugänglichen Quellen, wie etwa den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte.

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Bearbeitungsstand: 31.08.2015

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Kommentare (2)

 
 
Hassanzadeh schrieb am 04.02.2017

Hallo,

Ich habe 4 Monate Freiheitsstrafe, ich möchte wissen, ist es in meiner schufa ?!

Danke

Eder-Lehfeldt, Dietlinde schrieb am 01.09.2015

Die SCHUFa ist eine von Banken und Unternehmen getragene Auskunftei. Sie geht schematisch bei Infoirmationen vor, die sie durch Dritte erhält - ohne Prüfung und ohne Überlegen der Konsequenzen für den Betroffenen.

Beispiel: Verweigerte Vermögensaukunft: das führt automatisch zur Herabsetzung des Score auf Kreditunwürdigkeit und verhindert die Eröffnung von Konten und Abschließen von Krediten. Das kann einen Menschen in den finaziellen Ruin treiben, obwohl er gute Gründe für die Weigerung hatte, z.B. nicht besteheende Forderungen oder fehlende Auskünfte, die der ehemalige Ehepartner verweigert. Die tatsächliche Finanzkraft des Betroffenen spielt keine Rolle.

Die SCHUFA - Mitarbeiter machen sich allerdings strafbar: neben Kreditgefährdung auch der Beihilfe zu Erpressung, Nötigung, Betrug, Untreue, und Amtspflichtverletzungen wie Begünstigung, Gebührenüberhebung usf.

Mein Rat: Keinerlei Auskünftre mehr an die Auskunfteien. Gegen die automatische Meldung von Konten und Anordnugnen der Vermögensauskunft, sowie Inkassoeintreibungen kann man sich nicht wehren, außer über eine Strafanzeige. Jeder, der Schaden erlitten hat durch unberechtigte ScoreKürzung sollte das tun.

 
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