Werbung
Werbung

Ist Ihr Problem komplizierter als unsere Frage?

Holen Sie sich Hilfe!

Bei speziellen, individuellen Rechts­fragen sollten Sie immer den Rat einer Rechts­anwältin oder eines Rechts­anwalts einholen.

Rechtsanwälte aus ganz Deutschland finden Sie im Deutschen Anwaltsregister.

Verwaltungsrecht | 10.08.2015

Bestattung

Welche Bestattungsarten sind in Deutschland zulässig?

Auf welche Art ein Verstorbener bestattet werden soll, richtet sich grundsätzlich nach dem Willen des Verstorbenen. Er kann dabei aus einer Vielzahl von möglichen Bestattungsarten wählen. Von der Erdbestattung bis zur Diamantbestattung ist vieles denkbar. Doch nicht jede Bestattungsart ist in Deutschland erlaubt. Welche zulässigen Bestattungsarten gibt es daher?

Werbung
Welche Bestattungsarten sind in Deutschland zulässig?

Die Zulässigkeit der Bestattungsart ergibt sich in der Regel aus den Bestattungsgesetzen der Länder. Hinzu können einschränkende Regelungen in den Satzungen einzelner Friedhöfe kommen. Im Einzelnen gilt folgendes:

  • Erdbestattung
    Zu der häufigsten Bestattungsart zählt die Erdbestattung. Dabei wird die Leiche auf einem Friedhof in der Regel in einem Sarg in der Erde beigesetzt. Dies ist auch anonym möglich. Diese Bestattungsart ist zulässig.

  • Feuerbestattung
    Bei der Feuerbestattung wird die Leiche verbrannt. Die Asche wird dann auf einem Friedhof in einer Urne in der Erde beigesetzt. Dies ist auch anonym möglich. Diese Bestattungsart ist zulässig.

    Es ist nicht erlaubt die Urne zu Hause, etwa auf dem Kaminsims, aufzubewahren.

  • Seebestattung
    Im Rahmen der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer Urne außerhalb der Drei-Meilen-Zone auf dem Meer beigesetzt. Diese Bestattungsart ist in der Regel nach den Bestattungsgesetzen zulässig. Zu beachten ist, dass die Urne wasserlöslich und biologisch abbaubar ist sowie beschwert wird.

  • Naturbestattung
    Als Naturbestattung wird die Beisetzung der Urne in der Natur bezeichnet. Dazu zählt zum Beispiel die Baumbestattung, bei der die Urne zwischen den Wurzeln begraben wird, oder das Verstreuen der Asche auf einer Wiese. Diese Bestattungsart ist nur zulässig, wenn die betreffende Fläche zu einem Friedhof gehört und das jeweilige Bestattungsgesetz dies für zulässig erklärt. Manche Bestattungsgesetze (Bsp. Saarland) erlauben eine Beisetzung auf privaten Bestattungsplätzen.

    Auf Privatgrundstücken ist eine Beisetzung der Urne unzulässig.

  • Werbung
    Luftbestattung
    Bei der Luftbestattung wird die Asche des Verstorbenen beispielsweise von einem Flugzeug oder Hubschrauber in die Luft verstreut. Eine solche Beisetzung ist über Deutschland nicht erlaubt.
  • Diamantbestattung
    Im Rahmen der Diamantbestattung wird ein Teil der Asche des Verstorbenen zu einem Diamanten gepresst. Der Rest der Asche muss auf anderem Wege beigesetzt werden. Die Diamantbestattung ist in Deutschland nicht erlaubt. Möglich ist es aber, den Diamanten im Ausland herstellen zu lassen und diesen dann einzuführen.

  • Weltraumbestattung
    Bei der Weltraumbestattung wird ein Teil der Asche mit Hilfe einer Rakete in den Weltraum geschossen. Der Rest der Asche muss auf anderem Wege beigesetzt werden. In Deutschland ist diese Bestattungsart unzulässig. Es ist jedoch möglich in ein Land zu fahren, welches die Weltraumbestattung anbietet.

Bearbeitungsstand: 10.08.2015

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4.5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
 
Werbung

Kommentare (0)

 
 

 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Finden Sie eine Anwältin oder Anwalt aus Ihrer Region in Deutschlands großer Anwaltssuche.

 

refrago ist ein Service der ra-online GmbH, der sich zum Ziel gesetzt hat, leicht verständliche Erklärungen für Rechtsfragen von allgemeinem Interesse zu finden.

Alle Ausführungen auf refrago erfolgen ohne Gewähr und ersetzen keine Rechtsberatung. refrago empfiehlt bei individuellen Rechtsfragen, einen Anwalt zu konsultieren, den Sie z.B. unter www.anwaltsregister.de finden können.