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Ordnungswidrigkeitenrecht, Strafrecht und Verkehrsrecht | 02.01.2018

Blut­alkohol­konzentration

Welche Promille­grenzen gibt es?

Als Promille­grenze wird der Grenzwert bezeichnet, den Fahrzeug­führer maximal im Blut aufweisen dürfen, ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Solche Sanktionen können zum Beispiel eine Geldbuße, ein Fahrverbot, eine Geldstrafe oder die Anordnung zur Vorlage eines medizinisch-psychologischen Gutachtens sein. Doch welche Promille­grenzen gibt es eigentlich?

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Welche Promillegrenzen gibt es?

Folgende Promille­grenzen gibt es bei der Blut­alkohol­konzentration (BAK):

  • 0,0 ‰ BAK
    Diese Promille­grenze gilt für Fahr­anfänger und Personen unter 21 Jahren sowie für Bus-, Taxi- und Miet­wagen­fahrer.
  • 0,3 ‰ BAK
    Treten neben einer BAK von 0,3 ‰ zudem alkohol­bedingte Ausfalls­er­scheinungen auf, geht man von einer relativen Fahr­untüchtigk­eit aus. In diesem Fall begeht der Fahrzeug­führer eine Straftat und es drohen Geldstrafe, Freiheits­strafe und die Entziehung der Fahrerlaubnis. Zudem erhöht sich das Punktekonto im Fahr­eignungs­register auf drei. Das oben Gesagte gilt nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Radfahrer.

  • 0,5 ‰ BAK
    Bei einer BAK von 0,5 ‰ liegt eine Ordnungs­widrigkeit vor, die bei Ersttätern zu einem Fahrverbot von in der Regel einem Monat, einer Geldbuße von 500 Euro sowie zwei Punkten im Fahr­eignungs­register führt.

    Wieder­holungs­tätern drohen eine Geldbuße von 1.000 Euro, drei Monate Fahrverbot und die Anordnung zur Vorlage eines medizinisch-psychologischen Gutachtens.

  • 1,1 ‰ BAK
    Eine BAK von 1,1 ‰ begründet den Vorwurf der absoluten Fahr­untüchtigk­eit bei Autofahrern. Ab dieser Grenze begeht der Autofahrer unabhängig vom Vorliegen von Ausfall­erscheinungen eine Straftat. Dies kann zu einer Geldstrafe von regelmäßig 30 Tages­sätzen sowie einer Freiheits­strafe von bis zu einem Jahr führen. Hinzu kommen die Entziehung der Fahrerlaubnis sowie drei Punkte im Fahr­eignungs­register.

  • 1,6 ‰ BAK
    Weist ein Autofahrer eine BAK von 1,6 ‰ auf, wird die Vorlage eines medizinisch-psychologischen Gutachtens angeordnet.

    Zudem liegt ab diesem Wert eine absolute Fahr­untüchtigk­eit bei Radfahrern vor.

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Quelle: refrago/rb

Bearbeitungsstand: 02.01.2018

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Kommentare (2)

 
 
Dedelow schrieb am 02.01.2018

Ist da ein Fehler drin 0,3 und 0,5 BAK

Hans Erhard schrieb am 16.06.2015

Es sollte im Führerschein die gesetzliche Promillegrenze am Tag der Ausstellung der Fahrerlaubnis vermerkt sein und gelten!

 
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