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Schadensersatzrecht und Urheberrecht | 22.08.2014

Wie viel Schadenersatz kann beim illegalen Filesharing von Musik und Filmen verlangt werden?

Wer im Internet über Tauschbörsen illegal Musik oder Filme anbietet oder herunterlädt, verstößt dabei gegen das Urheberrecht. Eine Abmahnung verbunden mit der Aufforderung eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben, kann die Folge sein. Zudem wird immer wieder die Zahlung eines Schadenersatzes verlangt. Doch wie viel Schadenersatz kann eigentlich verlangt werden? Gibt es vielleicht eine Obergrenze?

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Wie viel Schadenersatz kann beim illegalen Filesharing von Musik und Filmen verlangt werden?

Die Höhe des Schadenersatzes für das verbotene Anbieten von Musik oder Filmen über eine Internet-Tauschbörse kann je nach Gericht äußerst unterschiedlich ausfallen. Eine einheitliche Rechtsprechung gibt es jedenfalls nicht. Daher hängt es von jedem Einzelfall ab, in welcher Höhe man Schadenersatz leisten muss. Es gilt im Einzelnen folgendes:

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    Illegaler Download von Filmen
    Die Schadenersatzhöhe beim illegalen Download von Filmen bestimmt sich ebenfalls regelmäßig nach der Lizenzanalogie. Davon ausgehend hat die Rechtsprechung folgende Schadenersatzbeträge beim Anbieten eines Films für angemessen gehalten:

    • 1000 Euro (Landgericht Hamburg, Urteil vom 18.03.2011, Az. 310 O 367/10)
    • 250 Euro (Amtsgericht Hamburg, Urteil vom 26.01.2012, Az. 35a C 154/11)
    • 100 Euro (Amtsgericht Halle, Urteil vom 24.11.2009, Az. 95 C 3258/09)

Die folgende Rechtsfrage könnte Sie auch interessieren: Was ist eine fiktive Lizenzgebühr?

Bearbeitungsstand: 22.08.2014

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Kommentare (2)

 
 
Karin Scheel-Pötzl schrieb am 30.04.2014

Zu den Schadensersatzangaben bei illegalem Filesharing: Das LG Hamburg ist von seinem Urteil vom 08.10.2010 - € 15,00 Lizenzgebühr pro Musiktitel- übrigens schon länger abgerückt und hält auch höhere Beträge für realistisch.

Bei der Lizenzgebühr für urheberrechtlich geschützter Fotos kommt es auch auf die Qualität der Fotos und darauf an, ob sie von einem Profi-Fotografen oder einem Laien stammen. Im Fotobereich sind die Abmahnungen sehr viel teurer als beim Filesharing. Einfach nicht zahlen, nicht oder falsch reagieren kann hier am Ende das sauer Ersparte aufzehren.

Michael Krämer schrieb am 30.04.2014

Kleine Ergänzung zum illegalen Download urheberrechtlich geschützter Bilder, z.B. Produktbilder des Hersteller werden von Anbietern bei eBay, egal ob privat oder gewerblich, genutzt, um das Produkt besser optisch darzustellen und beschreiben zu können, die Gerichte gewähren hier im Wege der Lizenzanalogie einen Anspruch pro Bild von ca. 100 Euro.

Wesentlich schmerzhafter aber sind die Kosten für Abmahnung und Unterlassungserklärung, häufig sogar verbunden mit einem Gerichtsverfahren, wenn der Verletzer falsch reagiert.

Wird dann richtig teuer.

 
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