Negativzinsen20.06.2017

Dürfen Banken einseitig einen Negativzins berechnen?

Normalerweise erhält ein Bankkunde auf sein Bank­guthaben Zinsen. Für die Bank kann dies jedoch zu einem Verlust­geschäft führen, wenn zugleich die Zentralbank auf die Geld­einlagen der Bank einen Negativzins erhebt. Anstatt Zinsen für die Einlage zu erhalten, muss die Bank für die Einlage einen Zinssatz zahlen. Die Geldeinlage kostet der Bank somit etwas. Die Zentralbank will die Bank damit zwingen, ihr Geld dem Kapital­markt zur Verfügung zu stellen. Muss die Bank auf ihre Geld­einlagen einen Negativzins zahlen und zugleich den Bankkunden auf ihr Bank­guthaben ein Zinssatz gewähren, droht ein Verlust. Um diesen auszugleichen, kann die Bank auf die Idee kommen, den Negativzins an ihre Kunden weiter­zugeben. Doch ist dies ohne Zustimmung der Kunden zulässig?

Dürfen Banken einseitig einen Negativzins berechnen?

Die rechtliche Zulässigkeit der einseitigen Berechnung von Negativ­zinsen für Bank­guthaben der Bankkunden ist noch nicht geklärt. Zurzeit werden einige Fälle vor den deutschen Gerichten verhandelt. Die Banken haben bisher jedenfalls Negativ­zinsen nur in Ausnahme­fällen für Geschäfts­kunden oder große Anlage­summen berechnet.

Quelle:refrago/rb
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Ein Gedanke zu „Dürfen Banken einseitig einen Negativzins berechnen?

  • 25. Juni 2017 um 0:26
    Permalink

    Im Gegenzug müssten die Banken mir dann aber auch Negativzinsen zukommen lassen, wenn ich mein Konto überziehe. Sie können ja meine Überziehung dafür nutzen, dass sie gerade keine Einlage bei der EZB machen müssen.

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