Verstopfung

Toiletten­verstopfung: Muss der Mieter die Beseitigung der Verstopfung bezahlen?

Ist eine Toilette verstopft, versteht sich von selbst, dass die Verstopfung so schnell wie möglich beseitigt werden muss. Teilweise ist dazu aber die Beauftragung eines Klempners erforderlich. Doch wer hat die dadurch entstandenen Kosten zu tragen? Muss der Mieter die durch die Beseitigung der Toiletten­verstopfung entstandenen Kosten tragen oder der Vermieter?

Muss der Mieter die Beseitigung einer Toiletten­verstopfung bezahlen?

Der Mieter muss auf jeden Fall dann die Kosten der Beseitigung einer Toiletten­verstopfung tragen, wenn er die Verstopfung selbst verursacht hat. Denn darin liegt eine Verletzung von mietvertraglichen Pflichten. Aufgrund des Mietvertrags ist der Mieter zum sorgfältigen Umgang mit der Mietsache und insbesondere zur Verhinderung von Verstopfungen der Abwasserrohre verpflichtet (vgl. Amtsgericht Bergheim, Urteil vom 16.01.2008, Az. 28 C 219/07).
Liegt die Ursache der Verstopfung aber in dem normalen Miet­gebrauch, ist der Vermieter für die Beseitigung zuständig (vgl. Amtsgericht Saarburg, Urteil vom 19.11.2008, Az. 5 C 454/08). Denn solche Arbeiten unterfallen der Instand­haltungs- und Instandsetzungs­pflicht des Vermieters. Dieser muss grund­sätzlich für die Reparatur­kosten aufkommen, die durch vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache entstehen.

Kann sich der Vermieter auf die Klein­reparatur­klausel berufen?

Auf die Klein­reparatur­klausel kann sich der Vermieter nicht berufen, da die Beseitigung einer Toiletten­verstopfung regelmäßig nicht als Klein­reparatur zu werten ist.

Quelle:refrago/rb
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