16.07.2014

Was ist ein Warnschussarrest?

Gegen straffällige Jugendliche kann im Rahmen eines Strafverfahrens ein sogenannter Warnschussarrest verhängt werden. Doch um was handelt es sich dabei?

Was ist ein Warnschussarrest?

Der Warnschussarrest ist der maximal vierwöchige Jugendarrest für jugendliche Straftäter. Ein solcher Arrest kommt immer dann in Betracht, wenn gegen den straffälligen Jugendlichen eine Jugendstrafe auf Bewährung ausgesprochen wurde und die Bewährungsstrafe nach Ansicht des Richters nicht genügt, um dem jugendlichen Straftäter sein Fehlverhalten bewusst zu machen.

Hintergrund des im März 2013 eingeführten Warnschussarrestes war die Befürchtung, dass eine alleinige Bewährungsstrafe von den straffälligen Jugendlichen als Freispruch gewertet werde und daher nicht genüge, um ein Unrechtsbewusstsein zu schaffen. Durch die Einführung des maximal vierwöchigen Jugendarrestes will man sicherstellen, dass dem Jugendlichen das Unrecht und die Konsequenzen seines Fehlverhaltens verdeutlicht werden. Durch den Einsatz von Betreuern innerhalb des Strafvollzugs und der kurzen Herausnahme aus dem oft schädlichen Umfeld soll verhindert werden, dass die jugendlichen Straftäter rückfällig werden. Zudem soll ihm abschreckend gezeigt werden, wie der Gefängnisalltag aussehen kann.

Der Warnschussarrest wird von einigen Kriminologen heftig kritisiert. So lautet der Vorwurf, dass die Maßnahme nutzlos und schädlich für die jugendlichen Straftäter ist. Man solle vielmehr in generalpräventiven Maßnahmen zur Verhinderung von Jugendkriminalität investieren.

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