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Mietrecht und Steuerrecht | 18.09.2018

Einkommens­steuer

Untermieter: Muss man auf Einnahmen aus Unter­vermietung Steuern zahlen?

Egal ob Ferien­wohnung oder Wohn­gemeinschaft, die Unter­vermietung ist eine beliebte Form, um über­schüssigen bzw. nicht gebrauchten Wohnraum nutzbar zu machen. Wer sich zudem bei der Unter­vermietung geschickt anstellt, kann sich damit einen schönen Neben­verdienst erwirtschaften. Doch was ist mit den Einnahmen aus der Unter­vermietung? Müssen diese in der Steuer­erklärung angegeben werden? Muss man also auf Einnahmen einer Unter­vermietung Steuern zahlen?

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Muss man auf Einnahmen einer Untervermietung Steuern zahlen?

Wer mit seiner Unter­vermietung Miet­einnahmen (Mietzins und Neben­kosten­voraus­zahlungen) erzielt, muss diese im Rahmen seiner Steuer­erklärung als Einnahmen in der Anlage V (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung) angeben. Diese Pflicht ergibt sich aus § 21 Abs. 1 des Ein­kommens­steuer­gesetzes (EStG).

Die Pflicht zur Angabe bedeutet aber noch nicht, dass eine Steuer­schuld entsteht und der Unter­vermieter damit Steuern zahlen muss. Vielmehr hat er nur einen Gewinn zu versteuern. Stehen den Miet­einnahmen nämlich höhere Kosten aus der Unter­vermietung gegenüber, macht der Unter­vermieter einen Verlust. Dieser Verlust führt zu einer Steuer­ersparnis. Denn der Verlust wird auf das sonstige Einkommen des Steuer­pflichtigen angerechnet und verringert somit das steuer­pflichtige Einkommen.

Zu den Kosten, die von den Miet­einnahmen abgezogen werden können, gehören etwa die selbst gezahlte Miete, Betriebs­kosten-Nach­zahlungen oder Renovierungs- bzw. Instandhaltungs­kosten.

Besondere Freigrenze bei vorübergehender Untervermietung

Wer seine selbst genutzte Eigentums­wohnung oder Einfamilien­haus vorüberg­ehend vermietet, für den bestehen besondere Regelungen. Bleiben nämlich die Einnahmen aus der Unter­vermietung unter 520 Euro im Jahr, wird von der Ver­steuerung abgesehen. Man braucht in diesem Fall die Einnahmen noch nicht mal in der Steuer­erklärung angeben. Voraussetzung ist aber, dass die Unter­vermietung nur vorüberg­ehend ist (siehe: R 21.2 Abs. 1 der Ein­kommens­steuer-Richt­linien 2012).

R 21.2 EStR 2012

1) Werden Teile einer selbst genutzten Eigentums­wohnung, eines selbst genutzten Einfamilien­hauses oder insgesamt selbst genutzten anderen Hauses vorüberg­ehend vermietet und übersteigen die Einnahmen hieraus nicht 520 Euro im VZ, kann im Ein­verständnis mit dem Stpfl. aus Ver­einfachungs­gründen von der Besteuerung der Einkünfte abgesehen werden. Satz 1 ist bei vorübergehender Unter­vermietung von Teilen einer an­gemieteten Wohnung, die im Übrigen selbst genutzt wird, entsprechend anzuwenden.

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Quelle: refrago/rb

Bearbeitungsstand: 18.09.2018

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Kommentare (2)

 
 
Rosi schrieb am 25.06.2018

Klingt interesant nun aber mal eine ganz besondere Situation: Ich Hauptmieterin einer WG-geeigneten Wohnung vermiete 1 Zimmer (Einwilligung vom Vermieter vorhanden). Da ich in Münche lebe und hier die Mieten teuer sind (1300 Euro) und wir halbe halbe machen wie muss ich das nun ansetzen?

Karina Freitag antwortete am 09.10.2018

Hallo Rosi, steht doch da: Als Einkünfte in Anlage V der Steuererklärung eintragen. Versteuert wird aber nur, falls du persönlich daraus Gewinn machst.

Wenn ihr Halbe/Halbe macht, also nicht. Angeben muss man es trotzdem.

 
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