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Arbeitsrecht | 02.03.2015

Beleidigung

Beleidigung am Arbeitsplatz: Wann kann der Arbeitgeber wegen Beleidigung kündigen?

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Thilo Seelbach, LL.M.

Durch eine Beleidigung wird die Ehre eines anderen herabgesetzt. Sie stellt eine Kundgabe der Missachtung dar. Wird eine Beleidigung daher am Arbeitsplatz geäußert, kann dies den Betriebsfrieden stören oder Geschäftsbeziehungen gefährden. Aber kann der Arbeitgeber deswegen dem Arbeitnehmer auch kündigen?

Wann kann ein Chef wegen Beleidigung kündigen?

Ein Arbeitgeber darf einem Arbeitnehmer wegen einer ausgesprochenen Beleidigung kündigen, wenn die Beleidigung geeignet ist, den Betriebsfrieden nachhaltig zu stören. Wann dies der Fall ist, hängt in erster Linie von den Umständen des Einzelfalls ab. Zu berücksichtigende Umstände können etwa sein: Dauer der Betriebszugehörigkeit, zuvor ergangene Abmahnungen, gezeigte Reue, Grund der getätigten Äußerung oder bestehende Behinderungen. Der Arbeitgeber ist daher unter Umständen dazu verpflichtet, vor der Kündigung als milderes Mittel eine Abmahnung auszusprechen.

Folgende Umstände sind ebenfalls von Bedeutung:

Ein Fachbeitrag von RechtsanwaltThilo Seelbach, LL.M. - www.si-recht.de [Anbieter­kenn­zeichnung]

Bearbeitungsstand: 02.03.2015

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Kommentare (2)

 
 
Feryal cengiz schrieb am 26.05.2016

Kann ich meinen azubi fristlos kündigen wenn es ein Beweis material audio giebt wo der azubi den Chef. Namendlich erwähnt und sie als hurre nutte beschimpft.

jmk schrieb am 14.05.2014

Wüsste gerne was ein Richter, der Wichser für keinen Kündigungsgrund hält, sagt, wenn deswegen der so unterliegende Arbeitgeber im Affekt anschließend ihn deswegen als Wichser bezeichnet?

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