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Arbeitsrecht | 14.12.2017

Erholung­surlaub

Darf der Arbeitgeber zwischen Weihnachten und Neujahr eine Urlaubs­sperre verhängen?

Nicht selten müssen bei vielen Unternehmen zum Ende des Jahres Projekte fertig werden. Insbesondere Anwalts­kanzleien haben Fristen zu beachten, die oft zum Ende des Jahres enden. Es kann sich daher schnell viel Arbeit aufhäufen. Ist der Arbeitgeber daher berechtigt eine Urlaubs­sperre zwischen Weihnachten und Neujahr zu verhängen?

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Darf der Arbeitgeber zwischen Weihnachten und Neujahr eine Urlaubssperre verhängen?

Für die Verhängung einer Urlaubs­sperre benötigt der Arbeitgeber einen dringenden betrieblichen Grund. Geregelt ist dies in § 7 Abs. 1 Satz 1 des Bundes­urlaubs­gesetzes. Danach sind die Urlaubs­wünsche eines Arbeit­nehmers nicht zu berücksichtigen, wenn dringende betrieb­liche Belange entgegen­stehen. Er kann daher nicht einfach so beschließen, dass zwischen Weihnachten und Neujahr gearbeitet werden muss. Insbesondere genügt allein ein zeitlicher oder personeller Engpass nicht um den Urlaubs­wunsch eines Arbeit­nehmers abzulehnen. Vielmehr muss der Engpass auf unvorhergesehenen Umständen beruhen, um eine Urlaubs­sperre zu recht­fertigen. Dies kann etwa der Fall sein, wenn aufgrund des Zusammen­spiels von krankheits- und urlaubs­bedingten Ausfällen ein Personal­engpass entstehen würde. Darüber hinaus kann in besonders verkaufs­starken Zeiten im Einzel­handel oder in Zeiten besonders starker Inanspruch­nahme im Gesundheits­wesen zum Beispiel bei einer Grippe­epidemie eine Urlaubs­sperre verhängt werden.

Zudem muss ein gegebenenfalls vorhandener Betriebsrat seine Zustimmung erklären.

Siehe auch:

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Quelle: refrago/rb

Bearbeitungsstand: 14.12.2017

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Kommentare (2)

 
 
Rechtsanwaltservice schrieb am 04.01.2016

Weltfremd! Wer nicht bereit ist, sich voll für seinen Arbeitgeber einzusetzen hat dort nichts verloren und sollte sofort rausgeschmissen werden!

Die Angestellten mögen mal erkennen, wie wertvoll die "Gabe" von Arbeit ist! Andernfalls können sie sich ja gerne selbständig machen!

CusTOM antwortete am 05.01.2016

Weltfremd? In welchem Zeitalter leben Sie, Herr oder Frau Rechtsanwaltsservice?

Gewiss trägt ein Unternehmer viel Verantwortung und ein gewisses Betriebsrisiko, und die Arbeitnehmer sind zur Gutwilligkeit verpflichtet ("Grundsatz von Treu und Glauben"). Dies bedeutet aber noch lange nicht bzw. schon lange nicht mehr, dass der Arbeitgeber nach Gutsherrenart mit seinen "Knechten" und Mägden" nach Gusto umspringen darf.

Wie so oft im Leben, sollte der Goldene Mittelweg begangen werden.

 
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